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Merkel auf der CeBIT 2017

Menschen bei Digitalisierung mitnehmen

Zur Eröffnung der Computermesse CeBIT hat Kanzlerin Merkel dazu aufgefordert, die Digitalisierung zum Wohle aller voranzutreiben. Viele Menschen seien angesichts des rasanten digitalen Wandels verunsichert. Auch sie in das neue Zeitalter mitzunehmen, sei eine wichtige Aufgabe für Politik und Unternehmen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe beim Rundgang über die CeBIT. Deutschland und Japan wollen ihre Kooperation, die schon sehr eng ist, weiter verbessern und verstärken. Foto: Bundesregierung/Krückeberg

Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnete die Messe gemeinsam mit Japans Premierminister Shinzo Abe und machte sich beim traditionellen Rundgang ein Bild von der digitalen Vielfalt.

Kanzlerin Merkel lobte die guten Beziehungen zum Partnerland Japan: Die jetzt schon enge Kooperation wolle sie in den nächsten Jahren noch verstärken und dabei vor allem die kleinen und mittelständischen Unternehmen in den Blick nehmen. Auf der Messe, so Merkel, können sich Deutschland und Japan darüber austauschen, wie die Wachstumsbedingungen für diese Unternehmen verbessert werden können.

Unter dem Motto "d!conomy – no limits" präsentiert die CeBIT 2017 technologische Trends des digitalen Wandels. Besucher können hier Roboter, künstliche Intelligenz und Drohnen in der Praxis erleben. Die CeBIT findet seit 1986 jedes Frühjahr auf dem Messegelände in Hannover statt – in diesem Jahr vom 20. bis 24. März. Zu der fünftägigen Veranstaltung werden rund 3.000 Aussteller aus 70 Ländern und rund 200.000 Besucher erwartet. Damit ist die CeBIT die weltweit größte Messe für Informations- und Kommunikationstechnologien.

Merkel: Wir wollen freie, offene Märkte

Bundeskanzlerin Merkel und Premierminister Abe sprachen sich auf der CeBIT dafür aus, zügig ein Handelsabkommen zwischen der EU und Japan abzuschließen. Nicht nur Dinge, auch Gesellschaften, müssten sich vernetzen und fair miteinander kooperieren. "In Zeiten, in denen wir über freien Handel, offene Grenzen und demokratische Werte mit vielen streiten müssen, ist es ein gutes Zeichen, dass Japan und Deutschland zum Wohle der Menschen die Zukunft gestalten", sagte die Kanzlerin.

Mit anderen Schritt halten

Das Tempo auf der Welt sei hoch, die Europäische Union in ihren Entscheidungen dagegen oft zu langsam, mahnte Merkel. Die Mitgliedsstaaten müssten lernen, sich schneller zu einigen.

"Wir erleben jetzt gerade eine Phase, in der sich die Digitalisierung wirklich in alle gesellschaftlichen Bereiche ausbreitet.", so die Kanzlerin. Sie betonte: "Mit Japan haben wir einen Freund, aber natürlich auch einen Wettbewerber, der sich die Möglichkeiten der Digitalisierung zu eigen macht." In Deutschland gelte es, die Digitale Agenda weiter voranzutreiben – eine gute Infrastruktur müsse bald überall verfügbar sein.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe beim Rundgang über die CeBIT.Bild vergrößern Die Kanzlerin schaute sich die Projekte auf der CeBIT mit großem Interesse an. Foto: Bundesregierung/Krückeberg

Menschen im Mittelpunkt

Auf dem Weg in ein digitales Zeitalter dürfe man die Menschen nicht zurücklassen, betonte Merkel. Viele seien unsicher: Sie wüssten nicht genau, was sie erwartet und was Digitalisierung für sie bedeutet. Neue Formen der Bildung und lebenslanges Lernen würden deshalb künftig immer wichtiger. Hier seien Politik und Unternehmen gemeinsam in der Pflicht. Die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und ihnen zu zeigen, welchen Nutzen der digitale Wandel bringt, sei die Aufgabe der kommenden Jahre.

Die Bundesregierung präsentiert sich auch in diesem Jahr auf der CeBIT:
- das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Halle 6, Stand C40
- das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Halle 7, Stand C30
- das Bundesministerium des Innern in Halle 7, Stand A58 und B42
- das Bundesministerium für Bildung und Forschung in Halle 6, Stand A34

Partnerland Japan

Japan – das offizielle Partnerland – präsentiert sich auf der CeBIT als kraftvolle Hightech-Nation und als Spitzenreiter in Sachen Digitalisierung. Mit einer Fläche von rund 7.200 Quadratmetern ist der japanische Länderpavillon der größte in der Geschichte der Messe. Mehr 118 japanische Unternehmen und Institutionen nehmen an der CeBIT 2017 teil – etwa zehn Mal so viel wie im vergangenen Jahr. "Das zeigt, dass Japan dieser Messe eine große Bedeutung beimisst, aber auch, dass Japan auf dieser Messe sehr viel zu zeigen hat.", so Merkel. 1986 war Japan das Partnerland der ersten CeBIT.

Montag, 20. März 2017