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Frauen in der Wirtschaft

Vereinbarkeit geht alle an

Beruf und Familie zu vereinbaren - das ist selbstverständlicher geworden. Dennoch gebe es noch viel zu tun, so Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem internationalen Kongress von Unternehmerinnen.

Berufstätige Mutter kommt von der Arbeit nach Hause zu Mann und Kindern Auch Männer zunehmend gefordert Foto: Susanne Tessa Müller

Merkel verwies beim Weltkongress des internationalen Unternehmerinnenverbandes FCEM in Berlin auf die Bedeutung von Frauen in der Wirtschaft: „Frauen führen – man glaubt es kaum – in Deutschland fast ein Drittel aller Unternehmen.“

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hält es für möglich, dass bald schon die Hälfte aller neuen Unternehmen von Frauen gegründet werden. Das bedeute, dass immer mehr Arbeitsplätze auf das Konto tatkräftiger Frauen gingen, sagte die Kanzlerin.

Prinzip der Wahlfreiheit

Die Bundesregierung hilft Familien sehr, Beruf und Familie zu vereinbaren. Sie lasse sich dabei aber immer von dem Prinzip der Wahlfreiheit leiten, so Merkel. Die Politik müsse Menschen in die Lage versetzen, entscheiden zu können, wie sie leben wollen.

Derzeit sei die größte Aufgabe der Politik, für mehr Betreuungsplätze für unter Dreijährige zu sorgen. Zur Wahlfreiheit gehöre aber auch das Betreuungsgeld: „Ich finde, so etwas muss möglich sein, wenn man die Wahlfreiheit verwirklichen will“, sagte die Kanzlerin.

Auch Männer sind gefordert

„Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist aber nicht allein eine Sache der Frauen“, betonte Merkel.

Auch die Männer seien zunehmend gefragt. Männer und Frauen müssten die gleichen Möglichkeiten haben, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehe. Das Elterngeld mit den Partnermonaten sei hier ein wichtiges Instrument.

Mehr Frauen in Führungspositionen

Die Kanzlerin sprach auch das Thema Frauenquote an: "Wir brauchen mehr Frauen in der Wirtschaft, vor allen Dingen mehr Frauen in den Aufsichtsräten und Vorständen der großen Unternehmen."

Je größer ein Unternehmen, desto geringer sei die Anzahl von Frauen in Spitzenpositionen. Das Thema werde weiter auf der Tagesordnung bleiben, betonte sie.

Freitag, 28. September 2012