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Deutschland/Irland

Traditionell freundschaftliches Verhältnis

Bundeskanzlerin Merkel hat Irland großes Lob für seine Anstrengungen zur Überwindung der Finanzkrise gezollt. Beim Treffen mit Premierminister Enda Kenny in Dublin ermahnte Merkel Russland zur Zurückhaltung. Die Bundeskanzlerin setzt weiter auf eine diplomatische Lösung in der Ukraine-Krise.

Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft den irischen Ministerpräsidenten Enda Kenny und dessen Vize Eamon Gilmore. "Anerkennung und Respekt" für Irlands Weg aus der Finanzkrise Foto: Bundesregierung/Bergmann

Im Rahmen ihres Irland-Besuchs traf Bundeskanzlerin Merkel bei einem Arbeitsessen mit dem irischen Premierminister Enda Kenny in dessen Amtssitz zusammen.

Großes Lob zollte Merkel auf der anschließenden Pressekonferenz Irlands Anstrengungen zur Überwindung der Finanzkrise. Merkel bezeichnete sie als "große Erfolgsgeschichte" und sagte Irland Hilfe für eine Normalisierung der Kreditvergabe zu. Das Land verdiene Anerkennung und Respekt. "Das ist natürlich vor allem auch den Menschen in Irland zu verdanken, die bereit waren, diesen schwierigen Weg zu gehen", betonte die Bundeskanzlerin.

Man habe die Lehren aus der Krise gezogen und werde in der Zukunft eine gemeinsame Bankenüberwachung haben, einen Abwicklungsmechanismus schaffen und notwendige Regelungen für Rekapitalisierungen schaffen. Deutschland und Irland würden auch in Zukunft sehr eng zusammenarbeiten, unter anderem auch beim Klimaschutz. Beide Länder seien eng "partnerschaftlich verbunden".

Ukraine–Krise: Warnung an Moskau

Den russischen Präsidenten Wladimir Putin forderte Merkel forderte auf, sich an einer Kontaktgruppe zur Lösung der Krise auf der Krim zu beteiligen. "Wir erwarten innerhalb weniger Tage die Bildung eines diplomatischen Gremiums und dann auch sehr schnell Ergebnisse", betonte sie. Ansonsten gebe es seit gestern keine neue Entwicklung der Lage, erklärte Merkel. Sollte es weitere Angriffen auf die territoriale Unversehrtheit der Ukraine geben, würde mit einem breiten Bündel an Maßnahmen geantwortet werden, so die Bundeskanzlerin.

Im Trinity College hielt Merkel anschließend eine Rede zum Thema Europa und stellte sich zusammen mit Premierminister Kenny den Fragen der Studentinnen und Studenten.

Zwischen Deutschland und Irland herrscht seit Jahrzehnten ein traditionell freundschaftliches Verhältnis. Seit dem Beitritt Irlands im Jahr 1973 zur EU ist die Zusammenarbeit auch auf europäischer Ebene eng. Irland, das 1990 die Präsidentschaft im Rat der EU innehatte, setzte sich engagiert für die Vollendung der deutschen Einheit ein. Die engen und vertrauensvollen bilateralen Beziehungen wurden immer wieder bekräftigt durch hohe bilaterale Besuche in den jeweiligen Ländern.

Freitag, 07. März 2014