Gemeinsame Antworten finden

Merkel trifft Hollande Gemeinsame Antworten finden

Nur gemeinsam kann Europa auf die veränderten globalen Herausforderungen reagieren. Dies betonte die Bundeskanzlerin zu Beginn ihres Treffens mit dem französischen Staatspräsidenten in Berlin. Merkel und Hollande tauschten sich im Vorfeld des Malta-Gipfels über europäische Themen aus.

Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt Frankreichs Präsident François Hollande im Bundeskanzleramt.

Man brauche einen "inneren Zusammenhalt" in der Europäischen Union, so Merkel beim Treffen mit Hollande.

Foto: Bundesregierung/Bergmann

"Wir sehen, dass sich die globalen Rahmenbedingungen dramatisch und schnell ändern, und wir müssen auf diese neuen Herausforderungen antworten", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es gelte, in dieser Situation die freiheitliche Gesellschaft und den freien Handel zu verteidigen. Außerdem verlangten auch ökonomische Herausforderungen – wie zum Beispiel die zunehmende Wettbewerbsfähigkeit der Schwellenländer – eine Antwort.

Als EU entschlossen und schnell handeln

Man brauche einen "inneren Zusammenhalt" in der Europäischen Union, so Merkel weiter. Es gehe auch darum, dass jedem Mitgliedstaat klar sein müsse, dass mit der EU nicht nur Vorteile, sondern auch Verantwortung und Pflichten verbunden seien. "Wir brauchen eine Europäische Union, die in den herausragenden Fragen, denen wir gegenüberstehen, entschlossen und schnell handelt."

Vor dem Malta-Gipfel

Die Kanzlerin besprach mit dem französischen Staatspräsidenten die Themen der bevorstehenden europäischen Gipfel. Am 3. Februar treffen sich die EU-Staats- und Regierungschefs in Valletta auf Malta zum informellen Europäischen Rat. Themen des Gipfels sind die Außendimension der Migration, insbesondere die zentrale Mittelmeerroute, sowie die künftige Rolle der EU.

Im März folgt dann ein regulärer Europäischer Rat in Brüssel. Zum 60. Jahrestag der Römischen Verträge am 25. März werden sich dann die Staats- und Regierungschefs in Rom treffen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande legen auf dem Breitscheidplatz an einer Gedenkstelle für die Opfer eines Terroranschlags Rosen nieder.

Merkel und Hollande legten Rosen nieder.

Foto: Bundesregierung/Bergmann

Gedenken an die Anschlagsopfer vom Breitscheidplatz

Nach dem Treffen begleitete der französische Staatspräsident Hollande die Bundeskanzlerin zum Berliner Breitscheidplatz. Sie erinnerten dort gemeinsam an die Toten und Verletzten des Terroranschlags vom 19. Dezember 2016. Hollande würdigte vor Beginn des Treffens die Solidarität, die die Bundeskanzlerin bei den Terroranschlägen in Frankreich gezeigt hatte.

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