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Besuch des US--United States-Vizepräsidenten

Gemeinsam für Wachstum und Sicherheit

Die transatlantischen Beziehungen sind für Deutschland und die USA in einer globalisierten Welt besonders wichtig. Darüber waren sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Vizepräsident Joseph Biden bei ihrem Gespräch in Berlin einig.

Angela Merkel und Joseph Biden im Gespräch Nicht nur wichtiger Partner, sondern auch guter Freund Foto: Bundesregierung/Kugler

In den USA beginnt die zweite Amtszeit von Präsident Barack Obama. Die erste Auslandsreise seines Vizepräsidenten führt nach Deutschland. Ein Zeichen, wie wichtig Europa, aber auch, wie wichtig Deutschland aus amerikanischer Sicht ist - so Biden.

"Wir danken für diese Freundschaft"

Merkel und Biden wiesen auf die vielfältigen Themen hin, welche die transatlantische Agenda heute bestimmen. Beide waren sich einig, dass die transatlantischen Beziehungen für Deutschland wie für die USA von zentraler Bedeutung sind. Die USA seien "nicht nur ein außerordentlich wichtiger Partner, sondern auch ein guter Freund", sagte Merkel. "Wir danken für diese Freundschaft", an der man beständig weiterarbeiten müsse.

Die Bundeskanzlerin sagte, sie wolle ihrem Gast die Lage in Europa erläutern und mit ihm über den Weg aus der Krise im Euroraum sprechen. Sie habe "einige gute Botschaften" mitzuteilen, so Merkel vor dem zweistündigen Meinungsaustausch. In diesem ging es auch um die finanzpolitische Situation in den USA.

Für ein Freihandelsabkommen

Gerade in einer Zeit der Globalisierung müssten Europa und die USA zusammenstehen. Sie setze sich für ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA ein, so die Bundeskanzlerin. Dem wiedergewählten Präsidenten sei sie sehr dankbar, "dass er dies auch von sich aus auf die Tagesordnung gesetzt hat". Auch über die Regulierung der internationalen Finanzmärkte und das Weltwirtschaftswachstum habe man zu reden.

Sehr eng sei ebenfalls die Zusammenarbeit in Fragen der Sicherheit - nicht nur in Afghanistan, sondern auch "weltweit im Kampf gegen den Terrorismus", so Merkel. Sie erörterte mit dem Vizepräsidenten eine Reihe aktueller internationaler Themen wie die Lage in Afghanistan, in Syrien und in Mali sowie den derzeitigen Stand im Nahost-Friedensprozess.

Bestürzung über Anschlag auf US-Botschaft

Das Treffen fand kurz nach einem Anschlag auf die US-Botschaft in Ankara statt. Die Bundeskanzlerin drückte allen davon Betroffenen ihr Beileid aus.

Der amerikanische Vizepräsident reist weiter zur Münchner Sicherheitskonferenz. Dort will er in einer Rede die außenpolitischen Grundlinien der neuen Obama-Regierung umreißen.
Die Münchner Sicherheitskonferenz gilt international als eines der wichtigsten außen- und sicherheitspolitischen Treffen. Hier diskutieren Staats- und Regierungschefs, Sicherheitspolitiker sowie Vertreter aus Armee, Industrie und Wissenschaft über aktuelle Krisenherde.
Weitere Teilnehmer der Konferenz sind unter anderem Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und die EU-Außenbeauftragte Lady Ashton. Aus Deutschland nehmen die Bundesminister Westerwelle, de Maizière, Schäuble, Friedrich und Rösler teil.

Freitag, 01. Februar 2013