Europa ist ein Friedensversprechen

Zukunft Europas Europa ist ein Friedensversprechen

Was denken junge Menschen in Portugal über Europa? Um das herauszufinden, haben Bundeskanzlerin Merkel und der portugiesische Ministerpräsident Costa mit Studierenden der Universität Porto über deren Wünsche und Ideen zur Zukunft Europas gesprochen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Portugals Premierminister António Costa diskutieren mit Studierenden der Uni Porto.

In Porto wirbt Merkel für mehr Mut zur Entwicklung künstlicher Intelligenz.

Foto: Bundesregierung/Denzel

Video Diskussion mit Studierenden in Porto

"Was ist Europa?" Keine einfache Frage der portugiesischen Studierenden an den deutschen Gast Angela Merkel. "Ein Friedensversprechen", lautete die prompte Antwort; und dieses habe Europa gehalten. "Wir leben auf dem europäischen Kontinent die längste Zeit, die es jemals gab, in Frieden," sagte Merkel. Auch der vieldiskutierte Euro, so die Kanzlerin, biete Gewähr, dass Europa weiterhin in Frieden lebt. Schließlich besage die historische Erfahrung, dass Länder, die die gleiche Währung haben, keine Kriege gegeneinander führten.

Mehr Innovation für neue Perspektiven

Merkel wies aber auch darauf hin, dass das Wohlstandsversprechen, für das  Europa immer stand, in den Augen vieler Menschen in den vergangenen Jahren nicht mehr eingehalten werde: "Es gibt zu viele junge Arbeitslose, zu viel Hoffnungslosigkeit." Es stelle sich in den europäischen Ländern die Frage, wie man ökonomische Wettbewerbsfähigkeit und sozialen Ausgleich in die Balance bringen könne.

Die Bundeskanzlerin richtete daher einen Appell an die Studierenden: "Wenn wir nicht innovativ sind, wenn wir nicht die besten Dinge auf der Welt erfinden, die andere nachahmen wollen, dann werden wir das Wohlstandsversprechen für unsere Länder nicht halten können. Da kann man noch so viel versprechen, aber wir können letztendlich nur das verteilen, was wir vorher auch irgendwo erarbeitet, verkauft und erforscht haben. Deshalb ist dieser ganze Punkt der Innovation wichtig."

Beim Rundgang durch das Institut zeigte sich die Physikerin Angela Merkel beeindruckt von den Forschungsleistungen der Doktoranden. Es sei schön zu sehen, dass die jungen Menschen bereit seien, sich mit den Besten der Welt zu messen und interessante Entdeckungen zu machen. "Ich finde, die Welt der heutigen Wissenschaft ist wirklich spannend und faszinierend, und insofern gibt Europa da auch ein gutes Bild ab", sagte die Bundeskanzlerin.

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