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Euro

Der Euro hat sich bewährt

"Der Euro sorgt für Wirtschaftswachstum, er sorgt für Arbeitsplätze und damit für Wohlstand in Deutschland". Das betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnung der Internationalen Automobilausstellung. Deutschland stehe in der Verantwortung, seinen Beitrag zu leisten, um die Zukunft des Euro zu sichern und den Standort Europa zu stärken.

Ein Zwanzig-Ero-Schein auf der Europafahne Zukunft des Euro sichern Foto: Oliver Mann

Der Euro sei weit mehr als nur eine Währung, sagte die Kanzlerin. Er sei "eine Säule unseres gemeinsamen wirtschaftlichen Erfolgs und Symbol unserer europäischen Einigung". Man dürfe nie vergessen: "Wir Europäer, wir sind zu unserem Glück vereint." Dieses Glück sei jede Anstrengung wert, sagte Merkel.

Lösung der Krise jede Anstrengung wert

Im Mittelpunkt der Rede der Kanzlerin stand die Bewältigung der Schuldenkrise einzelner Euroländer. Eine dauerhafte Stabilitätsunion sei der richtige Weg, ist Merkel überzeugt. Diesen könne man aber nur in einem kontrollierten Prozess aufeinanderfolgender Schritte erreichen. Daher werde man den europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt stärken.

Es ginge jedoch nicht nur um den Defizitabbau, sondern um eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. "Jeder muss seine Hausaufgaben machen", forderte Merkel. Denn nur dann werde die Wirtschafts- und Währungsunion insgesamt gestärkt. Jedes Mitgliedsland werde davon profitieren.

Über 60 Prozent der deutschen Exporte gehen in die Europäische Union. Deutschland werde es auf Dauer nur dann gutgehen, wenn die EU insgesamt stark und wettbewerbsfähig sei, so Merkel: "Unser ökonomischer Erfolg baut wesentlich auf dem europäischen Binnenmarkt und dem Euro auf."

Der Einführung von Eurobonds erteilte die Kanzlerin erneut eine klare Absage.  

Aufschwung kommt bei den Menschen an

Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hätten sich im Jahr 2010 über den höchsten Reallohnanstieg seit 1995 freuen konnten, unterstrich Merkel. "Der Aufschwung kommt bei den Menschen an."

Zudem betonte die Kanzlerin die niedrige Arbeitslosenzahl. Diese lag in diesem Sommer bei unter drei Millionen - so niedrig wie schon lange nicht mehr. Deshalb sei Deutschland auch "Wachstumsmotor in Europa und für Europa". 

Haushaltskonsolidierung unumgänglich

Solide Staatsfinanzen sicherten Handlungsspielräume für Zukunftsinvestitionen. Denn "solide Staatsfinanzen wirken stabilisierend auf die Preisentwicklung", so Merkel. In diesem Geist habe man auch den Haushaltsentwurf für 2012 vorgelegt. Der Haushaltsentwurf und die mittelfristige Finanzplanung des Bundes sehen vor, die Neuverschuldung im Jahr 2012 auf 27,2 Milliarden Euro zu senken.

Die Konsolidierung sei jedoch nicht undifferenziert: Man wolle sparen und gleichzeitig Wachstum ermöglichen. Daher gebe die Bundesregierung auch für Bildung und Forschung mehr Geld aus. Denn dort liege die Zukunft.

Das Thema Fachkräftesicherung hob die Kanzlerin besonders hervor. Es brauche hierfür mehr Bildung und Qualifizierung sowie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Notwendig sei aber auch mehr altersgerechtes Arbeiten und eine bessere Einbindung von Migrantinnen und Migranten. 

Donnerstag, 15. September 2011