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Finanzmarkt

Auf dem Weg zur neuen Finanzmarktarchitektur

Auf dem Weg zur neuen Finanzmarktarchitektur gibt es große Fortschritte, aber es bleibt einiges zu tun. Vor dem G20-Gipfel hat Otmar Issing, der Vorsitzende der Expertenkommission "Neue Finanzmarktarchitektur", Bundeskanzlerin Angela Merkel seinen Bericht vorgelegt.

Von links nach recht: Bundesfinanzminister Schäuble, Bundeskanzlerin Merkel und Professor Issing Finanzzentren müssen zusammenarbeiten Foto: REGIERUNGonline/Steffen Kugler

Der G20-Gipfel findet kommende Woche am 11. und 12. November in Seoul (Korea) statt. Dort werden die Staats- und Regierungschefs der G20-Länder besprechen, wie die Risiken an den Finanzmärkten eingedämmt werden können. Und zwar möglichst ohne die Steuerzahler zu belasten. Wichtig sei ein Beschluss zu schärferen Eigenkapitalforderungen gemäß Basel III, so die Bundeskanzlerin.

Die Gruppe der 20 (G20) ist seit 2009 das zentrale Forum für die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit. Die bedeutendsten Industrie- und Schwellenländer stimmen sich dort über die notwendigen wirtschafts- und finanzpolitischen Maßnahmen ab.

Basel III sei ein „Riesenschritt“, ergänzte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Es gebe im Vorfeld des Gipfels viel Druck, einen Beschluss über schärfere Eigenkapitalregeln in Seoul herbeizuführen.

Basel III

Zusammenarbeit der großen Finanzzentren

Die Fortschritte der letzten zwei Jahre hin zu einer neuen Finanzmarktarchitektur seien größer als von vielen für möglich gehalten, schätzte Issing ein. Während er keine Notwendigkeit für größere Liquidität sieht, stellte er die Frage der systemischen Risiken heraus.

Um das so genannte „Too-big-to-fail“-Problem erfolgreich zu lösen, bedarf es nicht nur Anstrengungen der Banken selbst. Letztlich sei es nur möglich durch Zusammenarbeit der großen Finanzzentren in der Welt. Issing lobte vor diesem Hintergrund die Fortschritte in der EU für eine bessere Finanzaufsicht.

Der jetzt vorgelegte Bericht der Expertenkommission ist der fünfte seit dem Beginn der Finanzkrise.

Donnerstag, 04. November 2010