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Demografiereise der Kanzlerin

Zusammenhalt von Jung und Alt

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zwei Mehrgenerationen-Projekte besucht. Menschen aus unterschiedlichen Generationen übernehmen dort Verantwortung füreinander. Engagement ist keine Frage des Alters.

Bundeskanzlerin Merkel im Internet-Cafe des Mehrgenerationenhauses Das Mehrgenerationenhaus Dorflinde in Bayern - eine Einrichtung die Schule machen kann Foto: Bundesregierung/Bergmann

Die zweite Station ihrer Demografiereise führte die Kanzlerin ins fränkische Langenfeld und nach Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz.

Unter einem Dach

Das Mehrgenerationenhaus "Dorflinde" in Langenfeld vereint Ferienbetreuung, Seniorentreffs, Nachbarschaftshilfe und vieles mehr unter einem Dach. Dadurch ist es zu einem beliebten Treffpunkt für die Einwohner der Gemeinde geworden. Auch außerhalb der Familie kümmern sich hier die Jüngeren um die Älteren und umgekehrt.

Merkel zeigte sich beeindruckt von dem hohen Maß an ehrenamtlicher Arbeit mit Kindern, mit Älteren und mit Menschen, die Behinderungen haben. "Man hat das Gefühl, hier in dieser Gemeinde ist das Leben dadurch lebenswert, dass Menschen anderen Menschen helfen und sie unterstützen", sagte sie.

In Deutschland gibt es bereits 450 vom Bund geförderte Mehrgenerationenhäuser. Sie stehen für den Zusammenhalt unterschiedlicher Altersgruppen und sind Teil der Demografiestrategie.

Wohnen für Generationen

In Bad Kreuznach haben sich Menschen mit dem gemeinsamen Ziel zusammengefunden, auch im Alter selbstbestimmt leben zu können. Sie wollen eine Wohnumgebung schaffen, die von gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamer Freizeitgestaltung geprägt ist.

Um dem Vorhaben einen Rahmen zu geben, haben sie eine Genossenschaft mit dem Namen "WohnArt" gegründet. Das schafft Kontinuität und Rechtssicherheit für die Beteiligten. Auf Nachbarschaftshilfe legen die Mitglieder großen Wert und haben sie deshalb auch in ihrer Satzung verankert.

"Hier konnte ich besichtigen, wie Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und gemeinsam mit einem begnadeten Architekten für sich Wohnraum entwerfen, genossenschaftlich teilen und sich füreinander verantwortlich fühlen", sagte die Kanzlerin.

Gesellschaft gemeinsam gestalten

Die "Dorflinde" in Langenfeld oder "WohnArt" in Bad Kreuznach sind zwei gute Beispiele für engagierte Menschen, die über den Tag hinausdenken. Merkel dankte den Bürgerinnen und Bürgern und wies auf die Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen hin. Angesichts der demografischen Veränderungen in Deutschland seien immer wieder neue Ideen gefragt.

Montag, 25. März 2013