„Pandemien kennen keine Ländergrenzen“

Wissenschaftsgipfel der WHO  „Pandemien kennen keine Ländergrenzen“

Während der Pandemie hat sich einmal mehr gezeigt, wie wichtig internationale Vernetzung in der Gesundheitsforschung ist. Bundeskanzlerin Merkel hat sich auf dem Wissenschaftsgipfel der WHO für noch mehr Zusammenarbeit eingesetzt, sodass künftige Generationen schneller reagieren können. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Foto: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf dem virtuellen globalen WHO-Gipfel „Evidence-to-Policy (E2P)” betont, wie wichtig internationale Zusammenarbeit ist, um „den Schrecken von Pandemien erfolgreich zu begegnen“. Grundsätzlich sieht die Kanzlerin drei Punkte, die die Voraussetzungen für heutige und künftige Generationen schaffen, um schneller und besser auf Gesundheitsbedrohungen reagieren zu können: 

  • „Erstens sollten wir für mehr Zusammenarbeit und Vernetzung sorgen: in der Wissenschaft, in der Politik sowie zwischen Wissenschaft und Politik.“
  • „Zweitens brauchen wir effiziente und funktionstüchtige Strukturen. Hierfür gilt es die Finanzierung der Weltgesundheitsorganisation auf ein verlässliches Fundament zu stellen.“
  • „Drittens müssen wir weiter das Vertrauen festigen, das unabdingbar ist für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Internationale Netzwerke

Die Kanzlerin dankt allen Expertenteams auf der ganzen Welt, dass sie in einer unglaublichen Geschwindigkeit ihr Wissen geteilt haben, um das SARS-COV-2-Virus zu entschlüsseln. Während der Pandemie hat sich einmal mehr gezeigt, wie wichtig internationale Vernetzung in der Gesundheitsforschung ist!

So war es ein Meilenstein in der Pandemiebewältigung, dass in weniger als einem Jahr wirksame und sichere Impfstoffe entwickelt werden konnten. Dass daran auch Expertinnen und Experten aus Deutschland beteiligt waren, freut die Kanzlerin besonders.

Finanzielle Unterstützung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler brauchen auch einen guten Draht zur Politik. Es gilt eine hinreichende nationale und internationale Forschungsförderung sicherzustellen. Leider kann aber nicht jedes Land Forschungskapazitäten in dem Maße vorhalten, wie sie eigentlich wünschenswert wären.

Vor diesem Hintergrund zeigt sich die Bedeutung der globalen Initiative ACT-Accelerator und ihrer Impfstoffsäule COVAX. Damit konnten zum einen die Forschung an Impfstoffen, Therapeutika und Diagnostika finanziell unterstützt und zum anderen auch ärmeren Ländern Impfstoffe zur Verfügung gestellt werden.

Außerdem haben sich die G20-Staaten dazu verpflichtet, weltweit den Zugang zu Impfstoffen, Therapeutika und Diagnostika deutlich zu verbessern. So kann das von der WHO empfohlenen Ziel, bis Ende 2021 in allen Ländern mindestens 40 Prozent und bis Mitte 2022 mindestens 70 Prozent der Bevölkerung zu impfen, erreicht werden.

WHO-Hub in Berlin

Es bedarf geeigneter Plattformen zum Austausch zwischen Wissenschaft und Politik und natürlich auch innerhalb der Wissenschaft - auf nationaler und internationaler Ebene. Nur so lassen sich Gesundheitsbedrohungen schneller und besser erkennen und für die Politik wichtige Entscheidungsgrundlagen gewinnen.

Mit dem WHO Hub for Pandemic and Epidemic Intelligence in Berlin wurde eine solche Plattform geschaffen. Dort werden global Daten erhoben, gesammelt und auswertet.

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