Wichtige Säule der deutsche Wirtschaft

Merkel auf dem Handwerkstag Wichtige Säule der deutsche Wirtschaft

Rund 5,3 Millionen Arbeitsplätze zeigten, wie wichtig das Handwerk sei, so die Bundeskanzlerin. Zehn Prozent aller Handwerksbetrieb wollten mehr Personal einstellen. Die Betriebe bildeten mehr als ein Viertel aller deutschen Lehrlinge aus, würdigte Merkel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht auf dem Deutschen Handwerkstag.

Die Vorteile von TTIP seien von unschätzbarem Wert, so Merkel auf dem Deutschen Handwerkstag

Foto: Bundesregierung/Kugler

Merkel bekannte sich klar zum Meisterbrief im Handwerk. "Wir werden uns nicht nur in Deutschland für den Erhalt des Meisterbriefs einsetzen, sondern auch in Europa", so die Bundeskanzlerin. Ein Wegfall würde die gesamte Qualität der Berufsausbildung unglaublich schmälern, das werde die Bundesregierung nicht zulassen.

In diesem Zusammenhang lobte die Kanzlerin auch das Berufsbildungssystem. Sie sagte zu, die duale Berufsausbildung weiter zu stärken. So arbeite die Bundesregierung daran, einen neuen Ausbildungspakt zu schließen: gemeinsam mit Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks vertritt die Interessen von mehr als eine Million Handwerksbetrieben in Deutschland. Betrieben mit über fünf Millionen Beschäftigten, rund 420.000 Auszubildenden und einem Jahresumsatz von fast 500 Milliarden Euro.

Gute Infrastruktur notwendig

Die Digitalisierung sei für ein Industrieland wie Deutschland sehr wichtig. Das betreffe den Breitbandausbau und den Bereich der digitalen Wirtschaft, aber auch die Sicherheit der Daten. Wie schnell Deutschland die Kombination von Handwerk, Mittelstand und Digitalisierung schaffe, spiele eine große Rolle.

Das Handwerk könne seine Chancen nur mit leistungsfähigen Datenautobahnen und Verkehrswegen auch in den ländlichen Räumen nutzen. Das betonte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer.

Freihandel von unschätzbarem Wert

Bundeskanzlerin Merkel sprach zudem das geplante Freihandelsabkommen mit den USA an. Der Freihandel zwischen den beiden größten Wirtschaftsräumen der Welt, sei von "unschätzbaren Wert". Das gelte auch angesichts der großen Arbeitslosigkeit in Europa.

Zu Befürchtungen, Verbraucherschutz und Umweltstandards würden nicht ausreichend beachtet, sagte sie: "Rote Linien werden nicht überschritten".

Für gute Rahmenbedingungen
Das Handwerk ist für Wachstum und Wohlstand in Deutschland von großer Bedeutung. Die Bundesregierung unterstützt Handwerksbetriebe, die sich neu gründen, erweitern oder umstrukturieren. Sie fördert auch die berufliche Aus- und Fortbildung sowie den Technologietransfer.

Entscheidend für das Handwerk sind günstige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen. Diese stehen im Zentrum des finanz- und wirtschaftspolitischen Kurses der Bundesregierung.