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Merkel in Munster

Wertschätzung für die Bundeswehr

Die Ausbildung im Deutschen Heer ist von hoher Qualität. Dies unterstrich Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Truppenbesuch in Munster. Dort beobachtete sie ein Gefechtsschießen und führte Gespräche mit Soldatinnen und Soldaten.

Bundeskanzlerin Merkel beim Besuch des Bundeswehrstandortes Munster Angela Merkel im Gespräch mit den Soldaten Foto: Bundesregierung/Kugler

"Ich bin heute hierhergekommen, um meine Anerkennung für die Ausbildung der Bundeswehr zum Ausdruck zu bringen", sagte Merkel. Auslandseinsätze könnten nur bei einer hervorragenden Ausbildung gelingen.

"Wir freuen uns, dass sich junge Menschen entscheiden, in der Truppe zu dienen und damit für die Sicherheit unseres Landes einzutreten", ergänzte die Kanzlerin.

Gute Ausbildung bringt Sicherheit

Eine gute Ausbildung sei Grundlage dafür, "dass Millionen von Bürgern auch in Sicherheit in Deutschland leben können". Als Bundeskanzlerin sei es ihr wichtig, diese Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen.

Merkel wurde vom niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister und vom Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Bruno Kasdorf, begleitet. Es war ihr zweiter Besuch bei der größten Teilstreitkraft der Bundeswehr. Bereits 2006 hatte die Kanzlerin sich im Gefechtsübungszentrum in der Letzlinger Heide informiert.

Ausbildung von Panzer- und Aufklärungstruppen

Das Ausbildungszentrum Munster ist die zentrale Ausbildungseinrichtung der Panzertruppen und der Heeresaufklärungstruppe. Hier wird vor allem die lehrgangsgebundene Aus- und Weiterbildung des Unteroffizier- und Offiziernachwuchses durchgeführt.

Weitere Aufgaben sind die Weiterentwicklung von Technik, Taktik und Verfahren. Aktuell gehören dem Zentrum 1.000 Soldaten und zivile Mitarbeiter an. Hinzu kommen rund 1.500 Lehrgangsteilnehmer.

Übung mit Kampfpanzern

Auf der Schießausbildungsanlage "Barbaradorf" beobachtete Merkel das Gefechtsschießen eines verstärkten Panzergrenadierzuges. Unterstützt von zwei Kampfpanzern Leopard 2 drangen vier Schützenpanzer Marder in das Übungsdorf ein. Die Panzergrenadiere durchsuchten die Häuser und befreiten festgehaltene Personen.

Rund 75 Soldatinnen und Soldaten waren an der Übung beteiligt. Sie setzten sich aus jungen Offizieren, die gerade ihr Hochschulstudium beendet haben, und Feldwebel-Anwärtern zusammen. Die Bundeskanzlerin führte mit ihnen ein ausgiebiges Gespräch und nahm sich auch die Zeit für gemeinsame Fotos.

Das Heer ist die größte Teilstreitkraft der Bundeswehr mit rund 68.000 Soldatinnen und Soldaten. Es wird vom Kommando Heer geführt, an dessen Spitze der Inspekteur des Heeres steht.
Das Heer wird zukünftig über rund 55.300 Berufs- und Zeitsoldaten, bis zu 6.000 freiwillig Wehrdienstleistende und 1.740 zivile Mitarbeiter verfügen.

Mittwoch, 10. Oktober 2012