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Treffen in Berlin

Weltwirtschaft ankurbeln

Vertrauen an den Finanzmärkten wiederherstellen, Wachstum stärken und mehr - insbesondere junge - Menschen in Arbeit bringen. Das waren die Botschaften des Treffens der fünf führenden Weltwirtschaftsorganisationen bei Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Bundeskanzlerin Merkel trifft die Chefs von fünf internationalen Wirtschafts- und Handelsorganisationen im Kanzleramt Bundeskanzlerin Merkel trifft die Chefs von fünf internationalen Wirtschafts- und Handelsorganisationen im Kanzleramt Foto: Bundesregierung/Bergmann

Die Globalisierung erfordere eine vertiefte internationale Zusammenarbeit. 90 Prozent des Wachstums der kommenden Jahre finde außerhalb Europas statt, sagte die Bundekanzlerin auf der anschließenden Pressekonferenz. "Deutschland möchte ein guter Partner sein" und seinen Teil dazu beitragen, dass Glaubwürdigkeit und Vertrauen wieder wachsen könne.

Dabei sei die internationale Erwartungshaltung an Deutschland klar: "Wir müssen alles tun, um den Binnenkonsum anzukurbeln und um so Importe zu erhöhen." Dies schaffe auch außerhalb Deutschlands Arbeitsplätze.

Seit 2007 kommen die fünf führenden Weltwirtschaftsorganisationen regelmäßig mit der deutschen Bundeskanzlerin zu einem Gedankenaustausch zusammen. In der generellen Aussprache kamen Merkel sowie OECD-Generalsekretär Angel Gurría, WTO-Generaldirektor Pascal Lamy, ILO-Generaldirektor Guy Ryder, die Geschäftsführende Direktorin des IWF Christine Lagarde und der Weltbankpräsident Jim Yong Kim überein, dass mangelndes Wachstum zunächst intensive Strukturreformen voraussetze. Dies könne nur im Dialogprozess zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern gelingen.

Richtig sei aber auch, dass der Pfad einer vernünftigen Haushaltspolitik, die Schulden entschlossen reduziert, nicht verlassen werden dürfe. Lobende Worte fand der OECD-Generalsekretär für den Reformprozess in Deutschland. Die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und der Ausgleich von Produktivitätssteigerung und Lohnanpassung seien beispielhaft, um nachhaltig den Arbeitsmarkt zu stärken.

Dienstag, 30. Oktober 2012