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Weltweites Klimaschutzabkommen weiter entwickeln

Deutschland und Großbritannien wollen eng bei der Entwicklung eines neuen Klimaschutzabkommens zusammenarbeiten. Das Thema werde 2007 bei der deutschen Doppelpräsidentschaft in der EU und G8 eine wichtige Rolle spielen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in London.

Der Klimawandel sei eine der "großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts", unterstrich die Kanzlerin nach einem Gespräch mit dem britischen Premierminister Tony Blair. Sie sei der festen Überzeugung, dass alles getan werden müsse, "um unsere Bevölkerung aufzuwecken."

Beide sprachen sich für verstärkte Bemühungen um den Klimaschutz aus. Unter Merkels Führung gebe es "eine wirkliche Gelegenheit, im kommenden Jahr Fortschritte zu machen", zeigte sich Blair zuversichtlich.

Kyoto-Protokoll endet 2012

Das neue Abkommen soll das Kyoto-Protokoll ablösen, das im Jahr 2012 ausläuft. Europa habe hier durch neue Technologien eine große Chance, eine Führungsrolle zu übernehmen, sagte die Kanzlerin. Auch sei es eine große Aufgabe, die USA und Kanada von der Bedeutung des Klimaschutzes zu überzeugen.

Das Kyoto-Protokoll wurde bisher von den USA nicht ratifiziert. Der britische Premierminister äußerte sich aber optimistisch, dass auch die USA sich stärker im Kampf gegen den Klimawandel engagierten.

Unter der britischen EU-Ratspräsidentschaft und dem G8-Gipfel letztes Jahr hatte sich Blair insbesondere für den Kampf gegen den Treibhauseffekt und die Armut in Afrika eingesetzt. Berlin könne bei diesen Themen dort ansetzen, wo London aufgehört habe, kündigte Merkel an.

Afghanistan helfen

Angesichts der Lage in Afghanistan waren sich Merkel und Blair einig, dass nicht allein auf militärische Fragen geachtet werden dürfe. Vielmehr gehe es auch darum, beim Aufbau von Institutionen sowie bei der Bekämpfung des Drogenanbaus zu helfen, erklärte die Kanzlerin.

Freitag, 03. November 2006