Vertrauensvoll zusammenarbeiten

Deutschland/Polen Vertrauensvoll zusammenarbeiten

Deutschland und Polen wollen enger zusammenarbeiten und verstärkt konkrete gemeinsame Projekten angehen. Für die polnische EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr des kommenden Jahres sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel Deutschlands Unterstützung zu.

Bundeskanzlerin Merkel und der polnische Ministerpräsident Tusk bei den militärischen Ehren.

Enge freundschaftliche und partnerschaftliche Beziehungen

Foto: RegierungOnline/Bergmann

Deutschland werde insbesondere das polnische Bestreben unterstützen, die Partnerschaft mit den östlichen Nachbarn auszubauen.

Für einen starken und sicheren Euro

Die Kanzlerin bekräftigte, dass sie das Volumen des Euro-Rettungsschirmes von 750 Milliarden Euro für ausreichend halte, um die Krise zu bewältigen. Sie sehe keinen Grund, das Volumen zu vergrößern. Dennoch müssten kurz vor dem Treffen der Eurogruppe und des Europäischen Rates in der kommenden Woche Dinge zielgerichtet intern diskutiert werden, so Merkel.

Einem einheitlichen Zinssatz für alle europäischen Mitgliedstaaten, so genannte Eurobonds, erteilte Merkel eine klare Absage: "Ich glaube, dass eine erhebliches Wettbewerbselement weggenommen werden würde, wenn wir die Wettbewerbsfähigkeit nicht auch ein Stück weit über die Zinssätze deutlich werden ließen." Denn der Zinssatz sei natürlich auch ein Ansporn, besser zu werden und den Stabilitäts- und Wachstumspakt zu erfüllen, so die Kanzlerin.

Weimarer Dreieck intensivieren

Weiterhin sollen die Konsultationen innerhalb des so genannten Weimarer Dreiecks enger gestaltet werden.

Das Weimarer Dreieck wurde 1991 durch eine gemeinsame Erklärung der Außenminister Frankreichs, Polens und Deutschlands ins Leben gerufen. 

Das nächste Treffen ist für den 7. Februar 2011 in Warschau geplant.