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Deutschland/Afrikanische Union

Verlässlicher Partner für Afrika

Die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas hängt zentral vom Ausbau der Infrastruktur ab. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Gespräch mit der Kommissionspräsidentin der Afrikanischen Union, Nkosazana Dlamini-Zuma. Die EU könne hier sehr viele Erfahrungen weitergeben.

Bundeskanzlerin Merkel und die Kommissionspräsidentin der Afrikanischen Union, Dlamini-Zuma. Bundeskanzlerin Merkel empfing die Kommissionspräsidentin der AU mit militärischen Ehren Foto: Bundesregierung/Denzel

Die Bundeskanzlerin hob hervor, dass Deutschland sich aktiv in die Kooperation der EU mit der Afrikanischen Union (AU) einbringe. "Deutschland möchte ein verlässlicher Partner der Afrikanischen Union sein", sagte Merkel in Berlin. Das nächste Gipfeltreffen zwischen EU und AU findet im April 2014 statt.

Ausbau von Straße, Schiene und Strom

Die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas hängt nach Auffassung der Bundeskanzlerin zentral vom Ausbau der grenzüberschreitenden Infrastruktur ab. Sie stellte fest, dass die EU hier sehr viel Erfahrungen weiter geben könne, "sowohl im Straßen- und Schienenbereich als auch im Bereich der elektrischen Leitungen und der gesamten Infrastruktur".

Gesprächsthemen waren auch die Rolle der AU bei der Schaffung einer Sicherheitsstruktur für den afrikanischen Kontinent, der Konflikt in Mali und der Umsetzungsstand der Millennium-Entwicklungsziele. Merkel erwähnte als sichtbare Zeichen der Kooperation neben der Entwicklungshilfe den Aufbau der Panafrikanischen Universität, zu dem Deutschland beiträgt. Auch an der Errichtung des AU-Gebäudes für Frieden und Sicherheit beteiligt sich Deutschland.

Die Staats- und Regierungschefs der Vereinten Nationen verabschiedeten im Jahr 2000 die Millennium-Entwicklungsziele. Die acht messbaren Ziele sollen bis 2015 erreicht werden. Sie sind Richtschnur für die internationale Entwicklungspolitik.

Alle politischen Akteure in Ägypten einbeziehen

Angesprochen auf die Lage in Ägypten, unterstrich die Bundeskanzlerin, dass das Land "möglichst schnell in die Spur eines demokratischen Übergangsprozesses zurückkehren muss". Es sei wichtig, dass alle politischen Akteure in diesen Prozess mit einbezogen würden. "Nur so wird nach unserer Überzeugung auch ein wirklich demokratischer Prozess in Ägypten stattfinden können."

Ziele der Afrikanischen Union

Die AU ist für Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und Friedenssicherung zuständig. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, eine umfassende Afrikanische Friedens- und Sicherheitsarchitektur aufzubauen.

Die Herausforderungen, denen sich die AU gegenüber sieht, sind groß. Beispielsweise bemüht sie sich darum, in der Krise in der Elfenbeinküste zu vermitteln und begleitet die Post-Referendumsphase im Sudan.

Die Afrikanische Union wurde 2002 als Nachfolgerin der Organisation für Afrikanische Einheit gegründet. Gemäß der Gründungscharta erstreckt sich das Mandat der AU auf alle Bereiche des politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenlebens in Afrika. Die Union hat 54 Mitglieder, dies sind alle Staaten des afrikanischen Kontinents außer Marokko. Es gehört der AU wegen des Konflikts um die von vielen Staaten nicht anerkannte Demokratische Arabische Republik nicht an.

Donnerstag, 11. Juli 2013