Transparent und nachhaltig zusammenarbeiten

Deutschland/Senegal Transparent und nachhaltig zusammenarbeiten

Die Bundeskanzlerin strebt noch engere Beziehungen zwischen Deutschland und Senegal an. Das Land spiele als zentraler Staat in Westafrika eine wichtige Rolle, sagte Angela Merkel nach ihrem Treffen mit dem senegalesischen Staatspräsidenten Macky Sall in Berlin.

Kanzlerin Merkel und Präsident Sall während der Pressekonferenz.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Senegals Präsident Macky Sall

Foto: Bundesregierung/Kugler

Der afrikanische Kontinent ist vielseitig und bietet ein enormes Entwicklungspotenzial. Im Vorfeld des EU-Afrika-Gipfels erörterten die Bundeskanzlerin und der senegalesische Präsident die Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Die Bundeskanzlerin sagte nach dem Gespräch, es liege im Interesse Deutschlands, die Beziehungen weiter auszubauen. Es sei deshalb wichtig, Handelsabkommen mit den verschiedenen afrikanischen Regionen voranzubringen. Transparenz und Nachhaltigkeit der Entwicklungshilfe seien Voraussetzung, so die Kanzlerin. Dabei spielten Rechtssicherheit und Korruptionsbekämpfung eine wichtige Rolle.

Verlässliche Partner

Für Deutschland bleibt Senegal ein verlässlicher Partner in einem zum Teil schwierigen regionalen Umfeld. "Wir haben bereits seit 25 Jahren eine vertrauensvolle militärische Kooperation", sagte die Kanzlerin. Diese gewinne jetzt angesichts der Ausbildungsmission in Mali eine besondere Bedeutung, da dafür deutsche Soldaten in Senegal stationiert werden.

Video Pressekonferenz der Kanzlerin und des senegalesischen Präsidenten

Senegal hat eine lange demokratische Tradition und ist politisch stabil. Deutschland verbindet mit dem westafrikanischen Staat eine langjährige entwicklungspolitische Zusammenarbeit. Senegal gehört zu den Ländern, die von Deutschland im Rahmen thematischer und regionaler Programme gefördert werden. Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist der Energiebereich.

Eine Begegnung mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller stand ebenso auf dem Programm des Präsidenten wie ein Besuch des Afrikavereins.

Entwicklungszusammenarbeit
Vorhaben in den bisherigen Schwerpunkten nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Dezentralisierung sollen bis 2015 abgeschlossen und in senegalesische Verantwortung übergeben werden. Die Zusammenarbeit wird sich künftig auf den Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz konzentrieren.

Die bisher letzten deutsch-senegalesischen Regierungsverhandlungen fanden im November 2012 statt. Senegal erhielt damals für den Zeitraum von 2013 bis 2015 Mittelzusagen in Höhe von 55 Millionen Euro. Diese Mittel teilen sich auf in 34 Millionen Euro für finanzielle und 21 Millionen Euro für technische Zusammenarbeit.

Win-Win-Situation für beide Seiten

Präsident Sall äußerte nach dem Gespräch die Hoffnung, dass für beide Seiten in der Partnerschaft eine Win-Win-Situation entstehe. Afrika habe viele Chancen anzubieten, jedoch mangele es an Investitionen. Europa jedoch habe die Möglichkeit zu investieren.

Die Bundeskanzlerin wird am 2. und 3. April nach Brüssel zum vierten EU-Afrika-Gipfel reisen. Fast 90 Delegationen aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, aus Afrika, den Vereinten Nationen und Beobachter werden daran teilnehmen.
Der Gipfel steht unter dem Motto "In Menschen, Wohlstand und Frieden investieren". Er soll ein langfristiges Signal der gleichberechtigten Zusammenarbeit und Partnerschaft aussenden. Im Mittelpunkt werden Themen wie Frieden und Sicherheit, Bildung und Ausbildung, Wachstum und Wohlstand, gute Regierungsführung, Demokratie, Entwicklung sowie Klimaschutz stehen.

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