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Girls' Day 2014

Technik-Parcours mit der Kanzlerin

Termin mit Tradition: Zum Auftakt des "Girls' Day 2014" hat Bundeskanzlerin Angela Merkel 24 Schülerinnen aus Berlin ins Kanzleramt eingeladen. Gemeinsam erkundeten sie einen Unternehmens-Parcours, bei dem die Mädchen einen Einblick in die Vielfalt technischer Berufe gewannen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel am Stand von Capgemini. Auftakt des "Girls' Day 2014" im Kanzleramt. Foto: Bundesregierung/Bergmann

Aus drei Berliner Schulen der neunten Klasse kamen die jungen Gäste: der Heinz-Brandt-Schule in Weißensee, der Hugo-Gaudig-Schule in Tempelhof und der Katholischen Schule Sankt Marien in Neukölln. Im Unternehmens-Parcours konnten die Schülerinnen moderne praktische Anwendungen aus dem naturwissenschaftlichen und technischen Bereich kennenlernen und ausprobieren.

Die Schülerinnen programmierten, gaben Robotern Sprachbefehle und stellten auch ihr Computervokabular unter Beweis. Die Kanzlerin ließ es sich nicht nehmen, sich verschiedene Stationen von den Schülerinnen erklären zu lassen. Als Physikerin unterstützt sie die Mädchen gerne beim Kennenlernen naturwissenschaftlicher Berufsfelder.

Technische Begeisterung wecken

Der Girls‘ Day soll dazu beitragen, mehr Mädchen für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern. Denn ein Großteil junger Frauen entscheidet sich noch immer für die "typisch weiblichen" Berufe, wie Kauffrau im Einzelhandel, Bürokauffrau, Verkäuferin oder Frisörin. Den Betrieben fehlt aber in technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs.

Aber auch positive Entwicklungen sind erkennbar. Mit Freude verweist die Kanzlerin auf die aktuellen Zahlen: 1975 waren unter denjenigen, die ein Physikstudium erfolgreich abgeschlossen haben, 8,2 Prozent Frauen. 2012 waren es schon 20,7 Prozent.

Girls‘ Day zeigt Wirkung

Der bundesweite Girls‘ Day findet am Donnerstag bereits zum 14. Mal statt, wenn sich "Tausende von Toren öffnen, wo Mädchen auch exklusive Einblicke hinter die Kulissen bekommen", betont die Kanzlerin. Es wird mit 100.000 Plätzen in mehr als 8.400 Veranstaltungen gerechnet.

Der Girls‘ Day zeigt Wirkung: Mittlerweile stellen rund 18 Prozent der Unternehmen junge Frauen ein, die in den Vorjahren das Unternehmen beim Girls’ Day kennengelernt haben. "Es gelingt immer wieder und Jahr für Jahr, dass beide Seiten profitieren - sowohl die Unternehmen als auch die jungen Mädchen - und so der Fachkräftebedarf, also die Nachfrage nach jungen Auszubildenden, besser gedeckt werden kann", sagte Merkel.

Die Kanzlerin hat für die jungen Teilnehmerinnen auch noch einen Ratschlag: sie sollten bei ihrer Berufswahl selbstbewusst sein und an sich selbst glauben. "Ich wünsche euch, dass ihr heute hier vielleicht schon Anregungen bekommen habt", so die Kanzlerin.

Am 27. März 2014 findet der bundesweite Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag für Schülerinnen ab der fünften Klasse zum 14. Mal statt. Inzwischen ist es Tradition, dass die Kanzlerin den Aktionstag einen Tag vorher eröffnet.

Der Girls' Day ist 2001 vom Bundesbildungsministerium zunächst nur für Unternehmen der IT-Branche gemeinsam mit der Initiative D21 initiiert worden. Mittlerweile ist er eine Gemeinschaftsaktion vom Bundesbildungs- und Familienministerium, der Initiative D21 und der Agentur für Arbeit sowie zahlreichen Verbänden: des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks.

Mittwoch, 26. März 2014