Navigation und Service

Inhalt

G7-Dialog

Strategien aus der Wissenschaft

Beim dritten G7-Dialogforum wird die Bundeskanzlerin mit Vertretern der Wissenschaft über große Probleme unserer Zeit sprechen. Führende Köpfe aus Wissenschaft und Forschung stellen ihre Forderungen an die G7-Politik. Es geht um Gesundheit und Umwelt, die Bekämpfung bestimmter Krankheiten und Meeresschutz.

Blut - und Urin - Proben in einem medizinischem Labor. Gegenstand des Dialogs ist unter anderem die medizinische Forschung zur Behandlung bestimmter Krankheiten. Foto: Photothek.net

Das Treffen am Mittwoch ist das dritte einer Reihe von Dialog-Veranstaltungen während der deutschen G7-Präsidentschaft. Die Bundeskanzlerin will sich persönlich in diesen Dialog mit unterschiedlichen Gruppen der Zivilgesellschaft einbringen: "Ziel ist, dass wir die Themen, die wir bei G7 auf die Tagesordnung setzen, breiter diskutieren als nur unter Politikern", sagt Merkel. Den Dialog gestalten die Gruppen selbst, denn - so das Verständnis der deutschen G7-Präsidentschaft - zivilgesellschaftliches Engagement kann nicht staatsgeleitet sein.

Bei dem Treffen werden Wissenschaftler der Kanzlerin Resolutionen zu drei Kernthemen übergeben: Gesundheit und Umweltschutz; Infektions- und Tropenkrankheiten sowie Meeresschutz.

Gesundheit und Umweltschutz

Wissenschaft und Forschung sind ein Thema der deutschen G7-Präsidentschaft. Die Bundeskanzlerin wird dazu am Mittwochnachmittag auf dem G7-Dialogforum eine Rede halten. Anschließend wird ihr Jörg Hacker, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, drei Stellungnahmen zur späteren Beratung beim G7-Gipfeltreffen übergeben.

Weltweit steigt die Zahl an Infektionen durch antibiotika-resistente Bakterien. Gleichzeitig gibt es immer weniger wirksame Antibiotika. Die Wissenschaftsakademien der G7 werden hierzu ein Maßnahmepaket vorschlagen. Das zweite Thema greift vernachlässigte Krankheiten auf, die häufig Menschen in ärmeren Regionen der Erde betreffen. Dazu gehören die afrikanische Schlafkrankheit, die Flussblindheit, Dengue-Fieber und Ebola. Die Wissenschaft wird auch dafür konkrete Forderungen formulieren.

Verschmutzte Meere

Die Zukunft der Meere ist ungewiss, da der Mensch sie zunehmend mit Schwermetallen und Plastikmüll verschmutzt. Besonders schädlich ist die durch den Klimawandel bedingte Versauerung und Erwärmung der Meere sowie die Überdüngung durch Stickstoff aus der Landwirtschaft. Auch hier sieht die Wissenschaft dringenden Handlungsbedarf, um die biologische Vielfalt der Meere zu erhalten. Das kann nur gelingen, wenn die Forschung das Management des Ökosystems Meer verstärkt übernimmt.

Dienstag, 28. April 2015