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Demografischer Wandel

Stiftungen prägen Zusammenhalt der Gesellschaft

"Ohne die engagierte Zivilgesellschaft und die vielfältige Stiftungslandschaft wäre Deutschland nicht so, wie es heute ist", sagte Bundeskanzlerin Merkel bei der Eröffnung des 11. Deutschen Stiftungstages. Besonders würdigte sie den Einsatz der Stiftungen in der Flüchtlingskrise.

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem 11. Deutschen Stiftungstag des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Merkel würdigte die Arbeit der rund 21.000 Stiftungen in Deutschland. Foto: Bundesregierung/Bergmann

Für viele Menschen, die im letzten Jahr nach Deutschland gekommen seien, stelle sich nun die Frage der Integration. Stiftungen seien hier in vielerlei Hinsicht praktisch aktiv. "Sie begleiten Flüchtlinge bei ihren ersten Schritten in unserem Land, beim Bewältigen des Alltags und beim Erlernen unserer Sprache." Es gebe Förderprogramme für Patenschaften und vieles mehr.

"Älter, bunter, anders: Demografischer Wandel und Stiftungen" ist das Motto des 11. Deutschen Stiftungstags, des größten Stiftungskongresses Europas. Rund 1.600 Stifterinnen und Stifter, Geschäftsführer, Stiftungsmitarbeiter und Multiplikatoren kommen auf dieser dreitägigen Veranstaltung zusammen, um sich auszutauschen und miteinander zu vernetzen.

Demografischen Wandel gestalten

Zuwanderung und Integration könnten demografische Probleme abzumildern helfen, reichten aber nicht aus, um sie zu bewältigen, erklärte Merkel in ihrer Rede. Um Wohlstand und leistungsfähige soziale Sicherungssysteme zu erhalten, sei es entscheidend, viele und qualifizierte Fachkräfte zu haben. Dazu müssten vorhandene Potenziale noch besser genutzt werden.

Das fange mit guter Schul-, Aus- und Weiterbildung an. Um die Erwerbstätigkeit von Frauen zu fördern, sei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unerlässlich. Und in einer alternden Bevölkerung müsse man natürlich auch die Älteren mit in den Blick nehmen und die Chancen, die ein längeres Leben mit sich bringe, nutzen.

Dialog mit allen gesellschaftlichen Ebenen

Mit ihrer Demografiestrategie habe die Bundesregierung einen breiten Dialogprozess zu den Schwerpunktthemen des demografischen Wandels gestartet, sagte Merkel. Sie dankte den Stiftungen dafür, dass sie dabei ihre "Praxiserfahrungen auch immer wieder in die öffentliche Diskussion einbringen".

Die Demografiestrategie gibt Antworten auf die Bevölkerungsentwicklung. Sie weist den Weg, wie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft negative Folgen der Bevölkerungsalterung vermeiden und hieraus sogar Chancen entwickeln können. Ziel ist die Stärkung von Wachstum und Wohlstand. Der Schwerpunkt der Demografiestrategie liegt bei Bildung und Fachkräftesicherung. Im Mittelpunkt stehen zudem der gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Unterstützung gleichwertiger Lebensverhältnisse. In einem breit angelegten Dialogprozess entwickeln Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam Lösungsansätze.

So verschieden die Herangehensweisen der verschiedenen Stiftungen auch seien, sie zielten alle darauf ab, ein lebenswertes Umfeld zu schaffen. Die Bundeskanzlerin lobte das soziale Verantwortungsbewusstsein der Stiftungen: "Sie machen sich um das Gemeinwohl verdient. Sie entscheiden sich und tun etwas. Deshalb sage ich: Es ist eine Tatsache, dass wir in unserer Gesellschaft um vieles ärmer wären, wenn wir Sie nicht hätten."

Mittwoch, 11. Mai 2016