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Kanzlerin bei Preisverleihung "Sterne des Sports"

"Gemeinsamer Sport verbindet"

Mit großartigem ehrenamtlichem Engagement, vor allem im Breitensport, werde eine zentrale Grundlage für das Gemeinwesen und ein enormer Beitrag für die demokratische Gesellschaft geleistet, betonte Kanzlerin Merkel bei der Preisverleihung "Sterne des Sports". Die Auszeichnung "Großer Stern in Gold" ging in diesem Jahr an einen Berliner Verein.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Verleihung der "Sterne des Sports" auf der Bühne. Neben Bundeskanzlerin Merkel ehrten der Präsident des Deutschen Olympischen Sportsbundes (DOSB) sowie die Präsidentin des Bundesverbandes Deutscher Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) die drei Erstplazierten. Foto: Bundesregierung/Bergmann

"Gemeinsamer Sport verbindet, so werden Sprachbarrieren leichter überwunden und Grenzen zwischen verschiedenen Nationalitäten, Religionen und Kulturen abgebaut. Und so werden auch wechselseitige Vorurteile im gemeinsamen Erleben abgebaut", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Preisverleihung "Sterne des Sports". Sie freue sich besonders, Menschen auszuzeichnen, die Tag für Tag ohne große mediale Aufmerksamkeit im Dienst der Sache stehen.

Die Stärkung des Ehrenamts sei bewusst im Koalitionsvertrag verankert worden. Mit Projekten wie zum Beispiel der Stiftung für Engagement und Ehrenamt unterstütze die Bundesregierung gezielt die Arbeit von ehrenamtlich Engagierten. Auf die Bedeutung des Ehrenamts im und für den Sport in Deutschland geht die Kanzlerin auch in ihrem Video-Podcast ein.

Auszeichnung für Sport mit sozialem Anspruch

Über den "Großen Stern in Gold" durfte sich in diesem Jahr der Verein Pfeffersport aus Berlin-Pankow freuen. Mit dem Engagement "Mission Inklusion – ein kompletter Verein betreibt lokale Raumfahrt" verfolgt der Sportverein einen Diversity-Ansatz und möchte die Vielfalt der Stadt abbilden. Inklusion und Integration gehören für den Verein selbstverständlich dazu.

Seit der Gründung vor 30 Jahren schreibt sich Pfeffersport das Motto "Sport mit sozialem Anspruch" auf die Fahne. Alle Sportangebote sind auch für alle offen - ganz unabhängig von Alter, Handicap oder Herkunft. Ein interner Inklusionsberater sorgt zudem dafür, dass alle an Pfeffersport interessierten Menschen einen Platz in den Sportgruppen finden und begleitet die Trainer und Übungsleiter bei ihrer Arbeit.

Mit einem angeschlossenen Qualifizierungsprojekt will der Verein andere Sportvereine, Sportverbände, Bildungsträger und Institutionen ansprechen, um sie bei der Entwicklung inklusiver Kulturen, Strukturen und Praktiken zu unterstützen. Dieses Engagement brachte dem Verein bereits auf Landesebene den Großen Stern des Sports in Silber im vergangenen Jahr ein.

Verwaltung bündeln, Schulsport stärken

Den zweiten Platz auf Bundesebene belegte der Verein Interessengemeinschaft Sport Heddesheim. Dieser übernimmt als Dachverein für fünf Sportvereine zum einen deren Verwaltungsarbeit und kümmert sich zum anderen um die Umsetzung der Sportentwicklung.

Drittplatzierter wurde der Verein Sportclub Riesa, der sich mit dem Projekt "Sport ist Klasse" zum Ziel setzt, mehr Bewegung an Schulen zu bringen und junge Talente für den Leistungssport zu gewinnen.

Die Sterne des Sports sind eine Auszeichnung, die an Sportvereine für ihr außergewöhnliches gesellschaftliches und soziales Engagement vergeben wird. Seit 2004 wird der Große Stern jährlich verliehen. Am Wettbewerb teilnehmen können alle unter dem Dach des DOSB organisierten Sportvereine, alle Sportvereine, die Mitglied von Landessportbünden, Spitzenverbänden oder Sportverbänden mit besonderen Aufgaben sind. Die "Sterne des Sports" werden auf drei Ebenen vergeben: lokal (Bronze), Landesebene (Silber), Bundesebene (Gold).

Dienstag, 21. Januar 2020