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Mitschrift Pressekonferenz

Statements von Bundeskanzlerin Merkel bei der „Vertretungsstunde“ im Heinrich-Schliemann-Gymnasium

in Berlin

Frage: Sie sind jetzt zurück in der Schule. Was war denn früher Ihr Lieblingsfach, und warum?

BK’in Merkel: Ich bin heute in der Schule, um eine Vertretungsstunde zu geben. Der heutige 13. August ist ja der 52. Jahrestag des Mauerbaus, und 1961 war genau das Jahr, in dem ich in die Schule kam. Meine Lieblingsstunden waren eigentlich immer Sprachen, Deutsch oder auch Mathe.

Frage: Wie haben Sie sich auf die heutige Vertretungsstunde vorbereitet?

BK’in Merkel: Ich habe mir einmal angeguckt, wie viele Schüler in der Klasse sind. Ich habe mich außerdem noch einmal ein bisschen geschichtlich sattelfest gemacht. Es ist ja doch ein Unterschied, ob man über persönliches Erleben berichtet oder ob man Fakten weitergeben muss. Für mich ist es ganz spannend, dass aus dem eigenen Erleben plötzlich für die Jüngeren, die jetzt den Unterricht bekommen, schon Geschichte geworden ist und das nichts mehr mit dem eigenen Erleben zu tun hat.

Frage: Sind Sie aufgeregt, weil das heutige ein ganz anderer Termin ist als sonst?

BK’in Merkel: Ich bin konzentriert. Ich bin auch gespannt, weil ich natürlich schon lange nicht mehr in einer Schule - - Ich habe überhaupt noch nie in einer Schule Unterricht gehalten. Ich habe manchmal mit Schülern diskutiert, zum Europatag zum Beispiel, aber so eine richtige Vertretungsstunde hat mir erst der „SPIESSER“ angeboten.

Frage: Wie fühlt es sich an, zurück in einer Schule zu sein?

BK’in Merkel: Diese Schule ist ja relativ alt. Sie hat, wie mir gerade gesagt wurde, einen sehr neuen naturwissenschaftlichen Trakt. Das ganze Ambiente erinnert mich aber noch sehr an meine Schulzeit. Diese Schule wird nächstes Jahr 100 Jahre alt und es wird jetzt auch Manches saniert. Ich fühle mich hier aber gleich wieder so, wie es auch früher war, obwohl ich in einer anderen Stadt auf die Schule gegangen bin.

Dienstag, 13. August 2013