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Mitschrift Pressekonferenz

Statement von Bundeskanzlerin Merkel beim Besuch des Wohnprojektes „WohnArt“

in Bad Kreuznach

Ich sage erst einmal Guten Tag. Ich habe heute die Freude gehabt, hier in Bad Kreuznach gemeinsam mit der Oberbürgermeisterin, mit der Landtagsabgeordneten und den Verantwortlichen das Projekt „WohnArt“ zu besuchen. Das ist ein Teil meiner Reise, die unter dem Aspekt Demografie stattfindet, das heißt unter der veränderten Bevölkerungsentwicklung, die wir haben.

Hier konnte ich besichtigen, wie Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und gemeinsam mit einem begnadeten Architekten für sich Wohnraum entwerfen, genossenschaftlich teilen, sich füreinander verantwortlich fühlen und damit auch ein ganz wichtiger Beitrag für einen Stadtteil sind, in dem viele andere Formen des Zusammenlebens natürlich auch stattfinden.

Menschen in Deutschland machen sich immer mehr Gedanken über die Frage: Wie wollen wir eigentlich zusammenleben? Und dies ist hier ein Punkt, wo aus der Diskussion über die Agenda für nachhaltige Entwicklung in Bad Kreuznach ein ganz konkretes Projekt entstanden ist, das auch von der Bundesregierung, vom Familienministerium ausgezeichnet wurde. Dadurch bin ich auf dieses Projekt aufmerksam geworden. Im Allgemeinen findet das ja total in lokaler Verantwortung statt.

Es ist ein Beispiel, neben vielen anderen, wo Menschen einfach sagen: Wir wollen Verantwortung füreinander übernehmen. Uns geht es nicht nur um den materiellen Wohlstand, sondern uns geht es auch um Verantwortung, um Sicherheit im Leben und auch um Teilhabe an den Problemen einer Stadt. Deshalb habe ich mich hier sehr, sehr wohlgefühlt.

Es war nicht einfach - auch das habe ich gelernt -, eine Genossenschaft zu gründen. Man hätte gerne noch junge Familien mit dabei. Da freue ich mich, dass die Volksbank Ansätze macht zu sagen: Ja, auch genossenschaftliches Eigentum nehmen wir als Absicherung für Kredite. Denn wir wollen ja die Generationen auch mischen. Insofern kann ich auch wieder etwas mit nach Berlin nehmen, was wir für unsere Gesetze, für unsere Projekte, die wir bedenken, einbeziehen.

Wir haben auch über das Thema sozialer Wohnungsbau und bezahlbaren Wohnraum gesprochen. Ich glaube, da müssen wir auch schauen, wie wir die Anforderungen an Wohnen heute, zum Beispiel was Wärmeschutz, was hygienische Voraussetzungen anbelangt, dann auch mit vernünftiger Preisgestaltung zusammenbringen, damit das für Investoren auch richtig ist und nicht nur teurer Wohnraum entsteht.

Ich danke allen, die an der Vorbereitung mitgearbeitet haben. Alles Gute für Bad Kreuznach!

Montag, 25. März 2013