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Mitschrift Pressekonferenz

Im Wortlaut

Statement von Bundeskanzlerin Merkel beim Besuch des Generaldirektors der Internationalen Organisation für Migration

in Berlin

BK'in Merkel: Meine Damen und Herren, ich freue mich, dass António Vitorino, der neue Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration heute zum Antrittsbesuch in Deutschland ist. Ich möchte ihn ganz herzlich begrüßen.

Er ist alles andere als ein Unbekannter. Er hat in verschiedenen Positionen Verantwortung und Erfahrung gesammelt, unter anderem als Kommissar für Justiz und Inneres innerhalb der Europäischen Union. Wir haben von deutscher Seite die Wahl von António Vitorino unterstützt und freuen uns, dass er dieses wichtige Amt jetzt antreten kann.

Sein Vorgänger im Amt des Generaldirektors, Herr Swing, hat dafür Sorge getragen, dass die Internationale Organisation für Migration mit Sitz in Genf jetzt Teil des UN-Netzwerkes ist. Das ermöglicht eine sehr gute Zusammenarbeit auch mit dem UNHCR.

Ich möchte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der internationalen Organisation für Migration danken. In diesem Jahr sind allein 12 500 Flüchtlinge oder Migranten in ihre Herkunftsländer zurückgeführt worden. Das ist ganz wesentlich der Internationalen Organisation für Migration zu verdanken.

Wir werden heute darüber sprechen, wie Deutschland die Internationale Organisation für Migration weiter unterstützen kann, welche Probleme wir sehen und wo wir noch besser werden und auch in Zukunft kooperieren können.

Natürlich ist auch der „compact“ für eine reguläre Migration, der im Dezember in Marrakesch förmlich verabschiedet werden soll, ein Werk, an dem die Internationale Organisation für Migration neben dem Generalsekretär der Vereinten Nationen sehr stark mitgearbeitet hat. Ich freue mich, dass das Sekretariat für diesen „compact“ dann auch bei der IOM angesiedelt sein wird. Eine weitere wichtige Aufgabe: illegale Migration zu reduzieren und dafür geordnete, legale Migration zu schaffen, die das Leben von Flüchtlingen sichert und gleichzeitig Herkunfts- und Empfängerstaaten in eine Steuerungs- und Ordnungssituation versetzt ‑ so stellen wir uns das vor.

Insofern sage ich: Herzlich willkommen!

Donnerstag, 11. Oktober 2018