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Mitschrift Pressekonferenz

Statement von Bundeskanzlerin Merkel bei ihrer Teilnahme an einer Sitzung des „European Round Table of Industrialists“

in Paris

Sehr geehrter Herr Präsident, Herr Präsident und Herr Präsident - also drei Präsidenten! Ich freue mich, dass wir heute Abend zum zweiten Treffen mit führenden europäischen Unternehmen zusammen sind, nachdem wir uns in Berlin getroffen hatten. Ich möchte auch Ihnen, Herr Johansson, ganz herzlich für die Arbeit danken, die zwischendurch geleistet wurde.

Ich möchte auch aus aktuellem Anlass noch ein Wort zur Ukraine sagen. Ich habe eben ein Telefonat mit dem russischen Präsidenten gehabt. Wir haben verabredet, weiterhin alles zu tun, damit Gewalt nicht weiter eskalieren kann. Ich habe über die Initiative der drei Außenminister auch den russischen Präsidenten informiert. Wir wollen alles versuchen, damit der politische Prozess dort weiter in Gang kommt. Wir haben auch ausgemacht, dass wir den Kontakt zu Russland sehr eng halten werden.

Was die Agenda heute Abend anbelangt, so sind wir auch von deutscher Seite sehr interessiert daran, das Thema „Energie“ und natürlich die Frage der Beschäftigung weiter zu besprechen. Mir persönlich liegt auch das, was der französische Präsident gesagt hat, sehr am Herzen, nämlich die Frage der Digitalisierung. Wir werden unsere Industriealisierung in Europa nicht schaffen, wenn wir im Bereich der Digitalisierung nicht Schritt halten oder besser vorankommen, denn die Fähigkeiten sowohl in der Speicherproduktion als auch in der der Softwareherstellung werden mit den industriellen Fähigkeiten verschmelzen. Wenn uns das nicht gelingt, wird es in Europa sehr schwer werden, führend im Industriebereich zu sein.

Natürlich ist Deutschland auch sehr stark an dem Freihandelsabkommen interessiert. Wir haben uns heute darüber mit dem französischen Präsidenten nach seiner Reise in die Vereinigten Staaten von Amerika ausgetauscht. Ich denke, Deutschland und Frankreich werden hier sehr eng zusammenarbeiten, weil wir bei allen Schwierigkeiten, die es gibt, die Chancen größer bewerten als die Risiken. Das heißt, wir sollten in kurzer Zeit für ein solches Handelsabkommen entschieden vorangehen, weil es Wachstum schaffen kann und Wachstum schaffen wird.

Herzlichen Dank!

Mittwoch, 19. Februar 2014