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Deutschland und Malta

Stabilitätsinseln im Euroraum

Bei einem Treffen im Kanzleramt haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und der maltesische Ministerpräsident Lawrence Gonzi die gute Zusammenarbeit beider Länder betont. Die Regierungschefs sprachen auch über die gemeinsamen europapolitischen Erfolge.

Bundeskanzlerin Merkel und Lawrence Gonzi Bundeskanzlerin Merkel und Lawrence Gonzi Foto: Bundesregierung/Steins

Vor der Presse betonten Merkel und Gonzi, dass wichtige Schritte auf der europäischen Agenda erreicht worden seien. Als Beispiele nannte die Bundeskanzlerin den Europäischen Stabilitätsmechanismus und den Fiskalpakt.

Beide waren sich einig, dass eine verbesserte Bankenaufsicht nötig sei, "damit sich die schrecklichen Vorkommnisse der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht wieder ereignen", so Merkel. Des Weiteren arbeite man bei der mittelfristigen finanziellen Vorausschau der EU eng zusammen.

Offenheit für deutsche Investitionen

Die Bundeskanzlerin hob auch die ausgezeichneten ökonomischen Daten Maltas hervor. Sie betonte die guten Investitionsvoraussetzungen für deutsche Firmen auf Malta. Das Land habe gezeigt, "dass auch unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen gute wirtschaftliche Erfolge zu erreichen sind".

Aufgrund der geografischen Lage Maltas sprachen die Regierungschefs auch über die Lage in Libyen und Tunesien. Sie würdigten das Erreichte in beiden Ländern.

Keine Sonderregeln für Zypern

Gefragt nach der Lage in Zypern, sagte die Bundeskanzlerin: "Wir sind uns einig, dass es keine Sonderbedingungen für Zypern geben kann." Auch für dieses Land müssten die "allgemeinen Regeln" gelten. Wichtig seien jetzt erst einmal die Gespräche zwischen Zypern und der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds.

Beziehungen zwischen Deutschland und Malta

Deutschland und Malta haben 1965, kurz nach der Unabhängigkeit des Inselstaats, diplomatische Beziehungen aufgenommen. Mit dem EU-Beitritt Maltas im Mai 2004 wurden die Kontakte noch enger. Deutsche und maltesische Regierungsvertreter stimmen sich in den EU-Gremien seither zu einer Vielzahl von Themen ab. Seit 2008 gehört Malta auch zum Euro- und Schengenraum.

Wegen seiner geografischen Nähe und der guten Kontakte zu den nordafrikanischen Ländern nimmt Malta eine wichtige Brückenfunktion zwischen der Europäischen Union und diesen Staaten ein. Malta ist ein wichtiger Wirtschaftspartner Deutschlands mit hohen deutschen Direktinvestitionen. Rund hundert deutsche Unternehmen sind dort registriert.

Mittwoch, 09. Januar 2013