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IG Metall

Sozialpartnerschaft ist unerlässlich

Auf dem 6. Außerordentlichen Gewerkschaftstag der IG Metall hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Rolle der Gewerkschaften bei der Bewältigung der Krise in Deutschland gewürdigt. In ihrer Rede hob Merkel die Verdienste der IG Metall als Sozialpartner hervor.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält eine Rede auf dem IG-Metall-Kongress. Merkel: Es bleibt wichtig, dass sich die Gewerkschaften in der Ausbildung engagieren. Foto: Bundesregierung/Kugler

Die Bundeskanzlerin dankte in ihrem Grußwort dem scheidenden Vorsitzenden der IG Metall, Berthold Huber, für die enge und pragmatische Zusammenarbeit in der Wirtschaftskrise 2008/2009. In diesem Sinne wolle sie die Zusammenarbeit mit der IG Metall auch weiterhin fortführen, erklärte Merkel. Detlef Wetzel ist der Nachfolger von Berthold Huber, der das Amt seit November 2007 inne hatte.

Merkel: Wir brauchen ein gemeinsames Europa

Deutschland werde es auf Dauer nur gut gehen, wenn es Europa gut gehe, sagte Merkel mit dem Hinweis auf aktuelle Zahlen: Deutschland sei mit 1,1 Prozent der Weltbevölkerung die größte Volkswirtschaft Europas. Mit 700 Millionen Menschen stellten die Europäer sieben Prozent der Weltbevölkerung, erwirtschafteten aber 25 Prozent des weltweiten Bruttoinlandprodukts.

"Wir dürfen uns nicht mit der Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union abfinden", betonte die Kanzlerin. Es müssten Lösungen gefunden werden, bei denen junge Menschen wieder eine Chance hätten. "Ansonsten werden sie nicht an Europa glauben", erklärte Merkel.

Deshalb bleibe wichtig, dass sich die Gewerkschaften in der Ausbildung engagierten. Sie würde begrüßen, wenn die Gewerkschaften wieder beim Ausbildungspakt mitmachten.

Wettbewerbsfähigkeit und berufliche Bildung stärken

Wichtig sei, dass sich die europäischen Finanzen und Haushalte konsolidierten. Anders könne die Wettbewerbsfähigkeit nicht wieder hergestellt werden. "Wir haben eine Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Kindeskindern", sagte die Bundeskanzlerin. Deshalb müssten wir aufhören, Schulden zu machen.

Der Bund investiere rund drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Innovation, damit Deutschland auch noch in 20 Jahren innovative Produkte herstellen könne, sagte Merkel.

Montag, 25. November 2013