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Erdbeben

Soforthilfe für Haiti auf 7,5 Millionen Euro erhöht

Aufgrund der verheerenden Zerstörung hat die Bundesregierung die Hilfsgelder für die Erdbebenopfer in Haiti auf 7,5 Millionen Euro aufgestockt. Die Europäische Union stellt mehr als 420 Millionen Euro bereit.

Das Auswärtige Amt leistet humanitäre Soforthilfe in Höhe von 5 Millionen Euro. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit erhöht seine Nahrungsmittelhilfe auf 2,5 Millionen Euro. Dies gaben Bundesaußenminister Guido Westerwelle und Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel nach einer gemeinsamen Sitzung mit dem Krisenstab am Samstagabend bekannt.

Am 19. Januar trifft sich die Bundesregierung mit Vertreterinnen und Vertretern von Hilfsorganisationen. Im Mittelpunkt wird die Koordinierung der weiteren Hilfsmaßnahmen stehen.

Hilfspaket der EU

Die EU-Kommission stellt nach Angaben des zuständigen EU-Kommissars Karel de Gucht 30 Millionen Euro für die humanitäre Soforthilfe und 107 Millionen Euro für eine rasche Wiederaufbauhilfe bereit. Mindestens 200 Millionen Euro sollen in die mittel- und langfristige Hilfe fließen, informierte de Gucht nach einem Sondertreffen des EU-Ministerrates. 

Zusätzlich greifen die 27 EU-Mitgliedsstaaten der zerstörten Karibikinsel bisher mit 92 Millionen Euro unter die Arme. Die Unterstützung für Haiti ist nun auch Thema des EU-Sondergipfels der Staats- und Regierungschefs am 11. Februar in Brüssel.

Schnelle Hilfe für die Opfer

Das Beben der Stärke 7,0 hatte am Dienstag in der Hauptstadt Port-au-Prince Wohnhäuser, Schulen, Krankenhäuser und das Parlament zerstört. Tausende Menschen starben oder sind unter den Trümmern verschüttet. Haiti ist mit der medizinischen Versorgung der Opfer überfordert. Es gibt weder genügend Ärzte noch Medikamente.

Spenden dringend benötigt!

Internationale Hilfe ist nach dem schweren Erdbeben in Haiti dringend erforderlich, um die Überlebenden in dem Katastrophengebiet zu versorgen. Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) geht davon aus, das ein Drittel der fast zehn Millionen Einwohner auf Hilfe angewiesen ist.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat eine Liste mit Organisationen zusammengestellt, die zu Spenden für die Erdbebenopfer aufrufen. Alle aufgeführten Organisationen sind geprüft und mit dem Spenden-Siegel zertifiziert.

Zur Spenden-Info: www.dzi.de

Montag, 18. Januar 2010