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Ministerpräsident Vučić in Berlin

Serbien ist sicheres Herkunftsland

Kanzlerin Merkel und Serbiens Ministerpräsident Vučić haben den Status Serbiens als sicheres Herkunftsland bekräftigt. Merkel lobte in Hinblick auf einen EU-Beitritt Serbiens, dass "in den Gesprächen mit dem Kosovo "erhebliche substanzielle Fortschritte" erzielt wurden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der serbische Ministerpräsident Aleksandar Vučić bei der Begrüßung im Kanzleramt. Zu Gast in Berlin: Serbiens Ministerpräsident Vučić. Foto: Bundesregierung/Bergmann

Im Mittelpunkt des Gesprächs von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem serbischen Ministerpräsidenten Aleksandar Vučić standen die Perspektive des Balkanstaates für einen EU-Beitritt und die europäische Flüchtlingspolitik. Serbien ist ein sicheres Herkunftsland, so die Kanzlerin mit Verweis auf dessen Status als EU-Beitrittskandidat. Sie ist sich mit Ministerpräsident Vučić einig, "dass der Aufenthalt von Serben in Deutschland im Allgemeinen keine Begründung für einen Antrag auf Asyl ist."

Wichtige Impulse für EU-Beitritt

Was die Beziehungen Serbiens zur EU angeht, zeigte sich die Kanzlerin zuversichtlich. Sie bedankte sich bei ihrem Gast, "dass in den Gesprächen mit dem Kosovo erhebliche, substantielle Fortschritte erzielt wurden." Merkel bezeichnete die Entscheidungen beider Staaten vor dem Hintergrund baldiger Beitrittsverhandlungen Serbiens mit der Europäischen Union als "sehr mutig" und "wichtigen Impuls".

Vergangene Woche hatten sich Serbien und Kosovo über die Integration der serbischen Minderheit im Norden des Kosovo verständigt.

Merkel würdigte auch die Rolle Serbiens in der aktuellen Flüchtlingssituation, in der das Land "erhebliche Herausforderungen zu bewältigen" habe. Serbien sei durch die Tatsache, dass Flüchtlinge über Griechenland aus der Europäischen Union kommen und dann an der serbisch-ungarischen Grenze wieder in die EU eintreten, "erheblich betroffen".

Seit mehreren Monaten gelangt ein Großteil der Flüchtlinge aus dem Nahen Osten von Griechenland über Mazedonien und Serbien nach Ungarn.

Montag, 07. September 2015