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Im Wortlaut

Seibert zu den Ereignissen in Chemnitz

Aufgrund einer Vielzahl von Zuschriften an Regierungssprecher Seibert nimmt er zu den Vorgängen in Chemnitz nochmals Stellung.

Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung, während einer Pressekonferenz Regierungssprecher Seibert: "Hass und Gewalt entschlossen entgegentreten." Foto: Bundesregierung/Güngör

"Diese Woche mit den verstörenden Ereignissen von Chemnitz war keine gute Woche für unser Land.

Ausgangspunkt war die brutale Tötung eines Menschen. Eine fürchterliche Tat, für die die Täter zur Verantwortung gezogen werden müssen. Und zwar völlig unabhängig von der Staatsangehörigkeit des Opfers.

Es ist gut, dass die Polizei so schnell Ermittlungserfolge erzielen konnte. Ich hoffe, dass die gesamten Umstände nun schnell aufgeklärt werden und die Täter für ihre Tat angemessen bestraft werden. So und nicht anders geht man in einem Rechtsstaat mit Straftaten um.

Was sich in der Folge dann in Chemnitz stellenweise zugetragen hat, hat mich erschüttert.

Zusammenrottungen, Hassparolen und Gewaltdrohungen gegen Menschen anderen Aussehens bzw. anderer Herkunft, völlige Respektlosigkeit gegenüber Polizistinnen und Polizisten - das alles hat mit Trauer über den Tod eines Menschen oder auch politischem Protest nichts zu tun. Auch hier hoffe ich auf eine umfangreiche Aufklärung. Und auch hier müssen die Täter zu Verantwortung gezogen werden."

Donnerstag, 30. August 2018