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Besuch einer Aluminium-Fabrik

Recycling hilft beim Klimaschutz

Deutschland ist verpflichtet, seine Schadstoffemissionen zu reduzieren. Aluminium könne dazu beitragen, Treibstoff einzusparen und damit CO2-Emissionen zu verringern. Das sagte Merkel beim Besuch eines Unternehmens in Grevenbroich, das Aluminiumbleche auch für die Automobilindustrie herstellt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg halten eine Autotür im Rahmen eines Rundgangs durch die neue Produktionsanlage der Firma Hydro Aluminium Deutschland GmbH. Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsidentin Solberg freuen sich über die deutsch-norwegische Zusammenarbeit. Foto: Bundesregierung/Bergmann

Aluminium sei angesichts seiner Eigenschaften sehr gefragt, so Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Besuch des Unternehmens Hydro Aluminium in Grevenbroich.

Industrie muss CO2-Ausstoß verringern

Das Leichtmetall aus dem Primärrohstoff Bauxit zu gewinnen, erfordert viel Energie. Daher komme dem Recycling so große Bedeutung zu. "Die Wiederverwertung spart erhebliche Ressourcen ein; dazu braucht es ja kein neues Bauxit, und es bedarf nur eines geringen Bruchteils der Energie, die zur Erzeugung von Primäraluminium nötig ist." Dadurch könne man den CO2-Ausstoß noch einmal deutlich senken.

Die Kanzlerin begrüßte daher die wachsende Wiederverwertung, die weniger Energie verbrauche als die Erzeugung von Primäraluminium. Merkel erinnerte an die Verpflichtungen des Pariser Abkommens zum Klimaschutz, den Ausstoß von CO2 deutlich zu verringern. Das Abkommen "war und ist in dieser Hinsicht ein historischer Meilenstein". Die Europäische Union habe sich zum Ziel gesetzt, die Emissionen bis 2030 um 40 Prozent zu senken.

Aluminium wird aufgrund seiner Leichtigkeit unter anderem in der Automobilherstellung sowie der Luft- und Raumfahrt vielfältig eingesetzt.

Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft erhalten

Dazu gehöre der Emissionshandel, der gerade für die Aluminiumindustrie von großer Bedeutung sei. Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft dürfte nicht gefährdet werden. Deutschland habe daher wegen der hohen Strompreise "eine angemessene Kompensation" geschaffen, "um die Abwanderung energieintensiver Unternehmen ins Ausland zu verhindern".

Gute deutsch-norwegische Zusammenarbeit

Im Beisein der norwegischen Ministerpräsidentin Erna Solberg erinnerte Merkel an die hundertjährige Geschichte der Aluminiumproduktion in Deutschland, die seit 2002 mit dem norwegischen Unternehmen Norsk Hydro verbunden sei. Hydro habe kontinuierlich in die deutschen Standorte investiert. Dies sei auch ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit zwischen Norwegen und Deutschland, auch wenn Norwegen nicht Mitglied der EU sei.

Im Anschluss an ihre Rede traf die Bundeskanzlerin zu einem Gespräch mit der norwegischen Ministerpräsidentin zusammen. Dabei ging es vor allem um die guten freundschaftlichen Beziehungen beider Länder. Zudem brachte die Kanzlerin ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass Norwegen als Gastland am G20-Gipfel in Hamburg teilnehmen wird.

Donnerstag, 04. Mai 2017

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Blick auf Bäume in einem Wald. Themenseite: Nachhaltigkeitsstrategie Foto: Colourbox

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