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78. Internationale Grüne Woche

Qualität zunehmend gefragt

Auch in diesem Jahr präsentiert die Grüne Woche wieder Lebensmittel, kulinarische Produkte und Innovationen aus aller Welt. Bei einem Messerundgang unterstrich Bundeskanzlerin Angela Merkel die Leistungen der Land- und Ernährungswirtschaft.

Bundeskanzlerin Angela Merkel probiert am stand des diesjährigen Partnerlandes Niederlande bei Frau Antje Käse auf der 78. Internationalen Grünen Woche Kostprobe bei Frau Antje Foto: Bundesregierung/Bergmann

Die Kanzlerin wurde bei ihrem Rundgang von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner begleitet. Am Stand der Niederlande trafen Merkel und Aigner mit der niederländischen Landwirtschaftsministerin Sharon Dijsma zusammen.

Die Niederlande sind in diesem Jahr Partnerland der Internationalen Grünen Woche (IGW). Sie sind Deutschlands zweitwichtigster Handelspartner: Holländische Blumen und Gouda sind von unseren Märkten und Geschäften nicht mehr wegzudenken.

Stadt und Land zusammenbringen

Merkel würdigte die Leistungen der Land- und Ernährungswirtschaft, die gerade in dieser technikorientierten Zeit gezeigt werden sollten. "Die Grüne Woche ist eine traditionsreiche Veranstaltung, die Stadt und Land zusammenbringt", erklärte die Kanzlerin. Gerade Kinder könnten hier sehen, wie Lebensmittel entstehen.

Die Bundeskanzlerin verwies darauf, dass Verbraucher zunehmend auf Qualität achteten. Die Messe sei auch eine "Drehscheibe für internationalen Austausch über Qualität und Nachhaltigkeit".

Wie entstehen Lebensmittel?

Man kann auf der IGW nicht nur probieren und genießen, sondern sich auch über Lebensmittel und ihre Herkunft informieren. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher interessieren sich dafür, wo ihre Lebensmittel herkommen und wer sie herstellt. Regionale Lebensmittel sind deshalb auch auf der Grünen Woche ein Thema.

Land- und Ernährungswirtschaft sind wichtige Standbeine unserer Wirtschaft. Deutsche Produkte sind weltweit anerkannt, und die Nachfrage nach Lebensmitteln "Made in Germany" steigt weiter.

Vertrauen in die deutsche Landwirtschaft

Die deutschen Verbraucher seien sehr zufrieden mit der Qualität und der Vielfalt des Angebots, so Aigner bei der Eröffnung der Messe am 17. Januar. Die Landwirtschaft übernehme Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt und mache unsere ländlichen Räume erst zu einer liebenswerten Heimat. "Für diesen Einsatz und für dieses Engagement danke ich unseren Bäuerinnen und Bauern."

Die deutsche Landwirtschaft habe Anlass, mit Zuversicht und Selbstbewusstsein ins neue Jahr zu gehen, sagte Aigner. In einer aktuellen Umfrage gäben 81 Prozent der Befragten an, dass sie großes Vertrauen in die deutsche Landwirtschaft hätten.

Die Internationale Grüne Woche ist die weltweit größte Verbrauchermesse im Bereich der Ernährung. Sie findet seit 1926 in Berlin statt. Erwartet werden rund 420.000 Besucher aus aller Welt. 1.642 Aussteller aus 56 Ländern zeigen vom 18. bis 27. Januar 2013 ihre kulinarischen Traditionen und Innovationen.

Forum für Agrar-und Ernährungspolitik

Die Grüne Woche ist mittlerweile auch das internationale Forum für Agrar- und Ernährungspolitik: Auf Einladung von Ministerin Aigner kommen im Rahmen des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) Minister und Vizeminister aus 84 Staaten zum Berliner Agrarministergipfel.

Dabei diskutieren sie ein Schlüsselthema der internationalen Agrarpolitik: Wie gelingt es, weltweit die Investitionen in die Landwirtschaft zu erhöhen? Wie werden dabei zugleich die Rechte und Interessen der lokalen Bevölkerung in Entwicklungsländern geschützt?

Freitag, 18. Januar 2013