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Mitschrift Pressekonferenz

Pressestatements von Bundeskanzlerin Merkel und Prof. Schmidt zur Übergabe des Jahresgutachtens 2013/2014 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am 13. November 2013

in Berlin

Prof. Schmidt: Frau Bundeskanzlerin, der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung legt Ihnen hiermit sein 50. Jahresgutachten vor.

Die konjunkturelle Lage ist gut, aber wir sind dennoch besorgt, ob die Weichen für die Zukunft richtig gestellt werden und ob sie richtig gestellt sind, insbesondere, da Herausforderungen wie der demografische Wandel mit Sicherheit auf uns zukommen werden. Wir hoffen, dass wir mit unseren Analysen und unseren Argumenten und Anregungen Ihre Arbeit bei der Gestaltung, bei der Weichenstellung für die Zukunft in Deutschland und Europa unterstützen können.

BK’in Merkel: 50 Jahre und 50. Gutachten - danke schön Ihnen allen für die Arbeit, die ja sehr umfangreich ist.

Eines können wir, glaube ich, gemeinsam festhalten, nämlich dass die Lage im Augenblick recht gut ist. Das kann uns mit Freude erfüllen; aber es ist auch eine große Herausforderung für die Zukunft, die Verantwortung auch für die nächsten Jahre in vernünftiger Weise wahrzunehmen.

Wir befinden uns zurzeit in Koalitionsverhandlungen. Das, was Sie über Presse und Funk vernehmen können, deutet ja darauf hin, dass es über einige der Punkte große Diskussionen und Debatten gibt. Insofern kommt dieses Gutachten zu einem richtigen Zeitpunkt, denn wir können es als Grundlage auch für die Frage nehmen: Wie können wir weiterhin gute Arbeitsmarktpolitik machen, wie können wir weiter Arbeitsplätze schaffen, wie können wir das Wachstum stärken? Das muss ja der Ansatz sein, denn angesichts der Herausforderungen - und auch da stimmen wir überein - des demografischen Wandels, insbesondere aber auch angesichts der gestiegenen Wettbewerbsherausforderungen weltweit ist es natürlich wichtig, dass wir nicht nur heute gut dastehen, sondern dass das auch morgen und übermorgen der Fall ist.

Wir wissen aus der Vergangenheit, dass falsche Entscheidungen über Jahre hinweg Entwicklungen beeinflussen können. Insofern werden wir die Hinweise ernst nehmen. Ich glaube, es ist in den 50 Jahren des häufigeren vorgekommen, dass nicht alles, was Sie sich vorgestellt haben, eins zu eins umgesetzt wurde; aber insgesamt waren es immer wertvolle Hinweise.

Danke! Wir werden die Diskussion mit Ihnen dann auch in der neuen Bundesregierung intensiv führen. Es ist gut, dass wir das Stück jetzt in der Hand halten können.

Mittwoch, 13. November 2013