Navigation und Service

Inhalt

Mitschrift Pressekonferenz

Im Wortlaut

Pressestatements von Bundeskanzlerin Merkel und dem portugiesischen Ministerpräsidenten António Costa

(Die Protokollierung des fremdsprachlichen Teils erfolgte anhand der Simultandolmetschung)

BK’in Merkel: Meine Damen und Herren, ich freue mich, dass der portugiesische Ministerpräsident António Costa - man kann sagen, ein guter Freund - heute wieder einmal in Berlin ist und wir über europäische Probleme sprechen können.

Wir haben gestern eine Videokonferenz gehabt - das war eine historische Premiere, wir hatten noch nie als die 27 Staats- und Regierungschefs eine Videokonferenz -, in der wir uns über das Thema Coronavirus ausgetauscht haben. Das wird heute sicherlich auch eine Rolle spielen.

Dieses Treffen wird sich aber auch mit anderen Fragen beschäftigen: Mit dem Thema der mittelfristigen finanziellen Vorausschau, mit dem Thema der Vorbereitung des Europäischen Rats am 26. März, bei dem es ja auch um Probleme der Digitalisierung gehen soll, und auch mit dem Thema der Vorbereitung unserer Ratspräsidentschaft, die wir ab Mitte des Jahres, ab dem 1. Juli übernehmen. Darauf folgt die portugiesische Ratspräsidentschaft, das heißt, wir sind sozusagen aufeinanderfolgende Präsidentschaften. Deshalb wollen wir uns natürlich sehr eng darüber abstimmen, was wir uns vornehmen. Dabei geht es auch um Drittstaatbeziehungen: bei uns um die Beziehungen zwischen der EU und China sowie zwischen der EU und Afrika, und bei Portugal dann um die Beziehungen zwischen der EU und Indien. Ich glaube, da haben wir vieles gemeinsam zu besprechen.

Deshalb freue ich mich, lieber António, dass du heute Abend den weiten Weg von Portugal hierher gemacht hast, und begrüße dich ganz, ganz herzlich.

MP Costa: Guten Tag! Es ist für mich ein enormes Vergnügen, einmal mehr hier im Kanzleramt zu sein und mich mit der Kanzlerin zu treffen, und zwar zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt für unsere beiden Länder, aber auch für Europa. Das hat natürlich mit der Pandemie des Coronavirus, aber auch mit der Migrationskrise und den globalen Herausforderungen, die sich unseren Wirtschaften stellen, zu tun. Daher ist es natürlich umso wichtiger, noch einmal zu wiederholen, wie stark die Europäische Union ist. Aus diesem Grunde arbeiten wir mit verschiedenen Mitgliedstaaten zusammen, um die sehr ehrgeizige Agenda, die vorgestellt wurde und über die der Rat auch abgestimmt hat, umzusetzen. Wir haben eine neue Europäische Kommission unter dem Vorsitz von Ursula von der Leyen, und wir möchten natürlich auch dahingehend arbeiten, dass all diese Dinge umgesetzt werden können.

Aufgrund dieser Zusammenarbeit, die wir im Rat, aber auch bei der Vorbereitung unserer Ratspräsidentschaften, die aufeinander folgen - zweites Halbjahr dieses Jahres, erstes Halbjahr nächsten Jahres -, haben, ist es für mich eine enorme Freude, hier sein zu können und dieses Treffen mit meiner Kollegin Angela Merkel zu haben.

Mittwoch, 11. März 2020