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Mitschrift Pressekonferenz

Pressestatements von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Präsidenten der Russischen Föderation, Dimitri Medwedew

in Berlin

(Die Ausschrift des fremdsprachlichen Teils erfolgte anhand der Konsekutivübersetzung)

BK'in Merkel: Meine Damen und Herren, guten Abend! Ich begrüße ganz herzlich hier im Kanzleramt den russischen Präsidenten Dimitri Medwedew.

Wir waren heute schon gemeinsam in Lubmin und haben die Pipeline Nord Stream eröffnet. Wir werden jetzt über die bilateralen politischen Fragen sprechen, über Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, über Fragen unserer gesamten Zusammenarbeit, aber auch über internationale Herausforderungen. Wir wissen alle, dass die Lage im Nahen Osten schwierig ist. Wir werden sicherlich auch über die europäischen Themen sprechen.

Insofern freue ich mich, dass der russische Präsident vor dem Abendessen beim Bundespräsidenten noch die Möglichkeit gefunden hat, dass wir uns hier unterhalten können. Herzlich willkommen in alter Freundschaft!

P Medwedew: Schönen guten Abend!

Wir haben uns soeben über die Nachrichten, die auch im Fernsehen kommen, ausgetauscht. Natürlich liegt Griechenland da an erster Stelle, dann folgt Italien, und auf dem dritten Platz sind wir jetzt mit Nord Stream. Das ist natürlich sehr gut, sehr positiv, das ist eine wirklich sehr wichtige Entwicklung, und zwar nicht nur für Russland und für Deutschland, sondern auch für vier weitere Länder, die sich an diesem Projekt beteiligt haben. Es ist wirklich ein sehr positives Projekt. Ich glaube, allein die Tatsache, dass wir gemeinsam an der Eröffnung des ersten Stranges von Nord Stream teilgenommen haben, zeigt, dass das ein symbolträchtiges Ereignis ist.

Wir werden in unserem Dialog auch weitere Themen besprechen. Es ist sehr wichtig, dass sich die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern weiterentwickelt und sich nicht nur auf Erdöl und Erdgas stützt. Ich kann sagen, dass wir im bilateralen Handel 2011 die fantastische Summe von 70 Milliarden US-Dollar feiern werden; das ist in der Geschichte unserer Beziehungen ein Rekordwert. Das ist eine sehr positive Entwicklung und das ist eine Entwicklung, die der Wirtschaft in unseren Ländern, aber auch den Arbeitsplätzen und generell den Beziehungen zwischen unseren Staaten sehr zugute kommt.

Natürlich werden wir auch eine ganze Reihe von internationalen Fragen von gemeinsamem Interesse besprechen. Wir werden auch über humanitäre Fragen sprechen. Es ist ganz wichtig, dass wir jetzt die Möglichkeit haben, nicht nur über negative Trends in Politik und Wirtschaft zu sprechen, sondern auch über Erfolge. In diesem Sinne freue ich mich sehr darauf, dass ein solches Gespräch mit der Frau Bundeskanzlerin im Rahmen meines offiziellen Besuchs in Deutschland stattfindet.

Dienstag, 08. November 2011