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Mitschrift Pressekonferenz

Pressestatements von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras

in Berlin

(Die Ausschrift des fremdsprachlichen Teils erfolgte anhand der Konsekutivübersetzung)

BK’in Merkel: Meine Damen und Herren, ich freue mich, dass es die „WELT“-Wirtschaftkonferenz früh im Jahr möglich gemacht hat, dass mein Kollege Antonis Samaras heute bei uns zu Gast ist und wir die Gelegenheit haben, uns am Anfang des Jahres über die Aufgaben auszutauschen, die in Europa, in der Europäischen Union und natürlich in unseren jeweiligen Ländern vor uns liegen.

Ich werde mich natürlich dafür interessieren, wie die Umsetzung des griechischen Reformprogramms Fortschritte macht, aber auf der anderen Seite auch darüber berichten, welche wirtschaftliche Situation wir in Deutschland erwarten. Denn auch wir müssen alles daransetzen, Wirtschaftswachstum und damit Sicherheit für Arbeitsplätze zu garantieren. Wir werden auch über die europäische Tagesordnung sprechen, denn wir müssen bis zum Juni des Jahres noch eine stärkere wirtschaftspolitische Koordinierung verabreden, und dabei liegt noch etliche Arbeit vor uns.

Herzlichen Dank für den Besuch! Herzlichen Dank für die Möglichkeit, uns auszutauschen!

MP Samaras: Innerhalb kürzester Zeit befinde ich mich nun zum zweiten Mal hier im Bundeskanzleramt, und es ist für mich eine sehr große Freude, die Möglichkeit zu haben, mit Ihrer Bundeskanzlerin, mit Frau Merkel, sprechen zu können.

Ich möchte von vornherein klarstellen, dass unser Land enorm große Anstrengungen unternimmt, die mit großen Opfern einhergehen, um die Dinge wieder auf den richtigen Pfad zu bekommen. Wir versuchen, die Glaubwürdigkeit zurückzuerlangen - Glaubwürdigkeit aufseiten der Völker Europas und Glaubwürdigkeit aufseiten der Märkte.

Vor diesem Hintergrund haben wir eine Reihe systematischer Maßnahmen ergriffen. Wir haben eine Reihe von Gesetzentwürfen vorgelegt, und wir möchten nun auf diese Weise garantieren, dass wir das Bestmögliche tun, um die Dinge wieder in Ordnung zu bringen und um vor allem wieder Liquidität zu gewährleisten, die letztendlich das Blut für das gute Funktionieren der Wirtschaft ist. Dies und Investitionen sind, wenn Sie so wollen, die zwei großen Elemente, die für unser Land notwendig sind, einem Land, das tatsächlich sehr leidet, vor allem unter der Geißel der Arbeitslosigkeit vor allem unter den jungen Menschen.

Natürlich werde ich mit Ihrer Bundeskanzlerin auch die europäischen Fragen besprechen, das heißt Themen, die auf der europäischen Agenda stehen. Wir werden in der Europäischen Union eine große Veränderung durchleben, und zwar eine Veränderung hin zu einer Einigung auf vielen Gebieten. Dies schafft eine besondere Voraussetzung und gibt uns die Möglichkeit, auch unter diesem Aspekt alle Themen noch einmal zu besprechen.

Herzlichen Dank, Frau Bundeskanzlerin, für die Gelegenheit, die ich habe, mit Ihnen darüber diskutieren zu können!

Dienstag, 08. Januar 2013