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Mitschrift Pressekonferenz

Pressestatement von Bundeskanzlerin Merkel beim Zusammentreffen mit den Teilnehmern am deutsch-chinesischen Dialogforum

in Peking

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Wen Jiabao,

meine Damen und Herren, die Sie an dem Dialogforum teilnehmen,

ich glaube, das ist eine gute Einrichtung, und ich freue mich auch, dass es verlängert wurde, dass neu unterschrieben wurde und jetzt die erste Sitzung in der neuen Konstellation stattfinden konnte.

Ich finde es auch gut, dass Sie sich auf zwei Themen konzentriert haben, die recht unterschiedlich sind, zum einen auf die kohlenstoffarme Wirtschaft und zum anderen auf die Frage, welche Rolle die Medien spielen. Zu der Frage „Wie sehen wir uns gegenseitig?“ gibt es sicherlich sehr viel zu sagen.

Ich freue mich, dass 50 Prozent der Deutschen schon eine positive Assoziation mit China haben, aber das ist noch ausbaufähig. Insofern können wir da noch einiges tun. Ich denke, in Deutschland ist das Wissen über die historischen Hintergründe, über die kulturellen Hintergründe und über viele Fragen der chinesischen Geschichte noch nicht so ausgeprägt, wie das der Fall sein sollte. Die Globalisierung wird es mit sich bringen, dass wir viel mehr übereinander wissen müssen, um bestimmte Reaktionen zu verstehen. Deshalb haben die Medien sicherlich auf der einen Seite eine kritische Aufgabe, die sie, glaube ich, auch ganz gut wahrnehmen, und auf der anderen Seite aber auch eine aufklärerische Aufgabe, bezüglich der wir sicherlich noch einiges mehr voneinander wissen müssen, um die Zukunft wirklich zu bauen. Deshalb danke ich Ihnen für Ihre Arbeit!

Dass Deutschland durch seine Fußballmannschaft ein bisschen ein freundliches Bild von Deutschland, ein Bild von Enthusiasmus und von Freude an neuen Wegen abgegeben hat, freut uns natürlich auch sehr.   

Freitag, 16. Juli 2010