Navigation und Service

Inhalt

Im Wortlaut

Pressestatement von Bundeskanzlerin Merkel beim gemeinsamen Side Event der Bundesrepublik Deutschland, des Königreichs Norwegen und der Republik Ghana "Securing a healthy future" am 26. September 2015

in New York

"Ich möchte mich bei Erna Solberg und Präsident Mahama bedanken, dass wir diese Initiative nicht nur gemeinsam beim Generalsekretär untergebracht haben, sondern dass wir heute auch dieses Zwischenergebnis zeigen konnten ‑ "Was passiert?" und "Wer unterstützt diese Initiative?". Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass wir in diesen Tagen nicht nur die Agenda 2030 mit den Sustainable Development Goals verabschieden, sondern dass wir wirklich beginnen zu arbeiten. Das ist eine Arbeit an einem ganz spezifischen Punkt, aber an einem, der die ganze Welt angeht.

Ich gehe aus dieser Veranstaltung doch recht zufrieden heraus, weil sich gezeigt hat, dass wir viele Mitstreiter haben: Wir haben Präsident Kikwete, der dieses Panel leitet; wir haben den UN-Generalsekretär an unserer Seite; wir haben die Gates-Foundation an unserer Seite; wir haben GAVI, den Global Fund, die Weltbank und natürlich, last but not least, die Weltgesundheitsorganisation.

Es ist wie bei vielen Dingen auf der Welt: Es gibt unglaublich viel Kapazitäten, es gibt unglaublich viel guten Willen, es gibt unglaublich viele Initiativen, aber die Aufgabe ist jetzt, das alles so zusammenzubinden, dass zum Schluss auch das richtige Ergebnis herauskommt, das heißt, auch eine logistische Kette zu entwickeln. Das Panel arbeitet jetzt daran, Vorschläge hierzu zu machen, und wir werden danach weiterarbeiten. Das Ziel ist es, dann auch wirklich Aktionspläne für die Weltgemeinschaft zu entwickeln, damit wir dann, wenn eine Pandemie oder eine Epidemie auszubrechen scheint, nicht eine Folge von panischen Reaktionen haben und dann wieder das Ganze vergessen, nur um bei der nächsten Krankheit wieder in diesen aufgeregten Zustand zu verfallen und jedes Mal alles wieder neu zu lernen oder ad hoc zu machen ‑ mit viel gutem Willen, aber nicht mit der Effizienz und der Professionalität, mit der wir es machen sollten.

In diesem Sinne ist heute ein guter Tag gewesen. Es bleibt viel Arbeit zu leisten, aber ich glaube, wir werden die Sache weiter sehr intensiv verfolgen.

Herzlichen Dank!"

Samstag, 26. September 2015