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Mitschrift Pressekonferenz

Im Wortlaut

Pressestatement von Bundeskanzlerin Merkel beim Besuch in der Republik Finnland

in Helsinki

BK'in Merkel: Lieber Juha, ich freue mich, heute hier bei dir zu Gast zu sein und wieder einmal die Möglichkeit zu einem Austausch zu haben.

Es ist so, wie du es gesagt hast: Finnland und Deutschland sind bilateral sehr eng verbunden. Wir haben heute noch einmal darüber gesprochen, ob wir unsere Zusammenarbeit auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz und der Digitalisierung auch der Verwaltungsverfahren noch einmal vertiefen können, aber ansonsten gibt es einfach sehr enge Beziehungen.

 Wir arbeiten auch auf der Ebene der Europäischen Union sehr eng zusammen und wir sehen auch der Präsidentschaft im Jahr 2020 entgegen   erst Finnland, dann Deutschland. Zuvor haben wir aber noch einige Probleme zu lösen.

Dazu gehört das Thema Brexit. Hier haben wir eine vollkommen gleiche Auffassung, und wir arbeiten natürlich dafür, dass es zu einem geordneten Austritt Großbritanniens kommt und dass wir auch nach dem Austritt sehr enge Beziehungen mit Großbritannien haben können. Denn Großbritannien bleibt natürlich ein Teil Europas, auch wenn es kein Teil der Europäischen Union ist.

Wir haben auch über das gesprochen, was wir bis Dezember noch lösen wollen: Das ist die Verstärkung der Wirtschafts- und Währungsunion. Hier gehört für uns bei allen Schritten, die wir machen   ob das in der Bankenunion oder in anderen Bereichen ist  , immer dazu, dass gemeinsame Risikoübernahme auch damit verbunden sein muss, dass vorher Risikoreduzierung eintritt. Hier haben Finnland und Deutschland genau die gleichen Auffassungen, und wir werden bis zum Dezember-Rat dann auch sehr eng auf diesem Gebiet zusammenarbeiten.

Ich kann nur unterstreichen: Das A und O, damit wir unsere Werte weltweit vertreten können, ist, dass wir innovativ sind und dass wir wirtschaftlich stark sind. Finnland hat in den letzten Jahren gezeigt, dass es die wirtschaftliche Stärke des Landes erhöht hat und dass das zum Nutzen der Menschen ist, indem mehr Menschen Arbeit bekommen. Auch in Deutschland ist die Wirtschaftssituation gut, aber wir dürfen uns nicht ausruhen, denn wir wissen, dass sowohl in Asien als auch in den Vereinigten Staaten von Amerika in puncto Innovation sehr viel geschieht. Deshalb sind Finnland und Deutschland Länder, die gerade diesen Innovationsaspekt in der Europäischen Union immer wieder sehr unterstreichen.

Ich bedanke mich für den Empfang! Wir werden auch in Zukunft weiter gut zusammenarbeiten.

Mittwoch, 07. November 2018