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Mitschrift Pressekonferenz

Im Wortlaut

Pressestatement von Bundeskanzlerin Merkel beim Besuch des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ im Bundesamt für Familie

in Köln

Meine Damen und Herren, ich freue mich, dass ich diese spezielle Einrichtung besuchen kann. Fünf Jahre Erfahrung mit einer Nummer, die gar nicht bekannt genug sein kann. Deshalb wiederhole ich sie auch noch einmal: 08000 116 016. Dies ist eine ganz wichtige Nummer für Frauen, die in Not sind und die sich wirklich rund um die Uhr hier melden können und dann Beratungsangebote vermittelt bekommen.

Ich glaube, die Einrichtung dieses Hilfetelefons war eine sehr gute Sache und ist im Grunde für uns im Koalitionsvertrag Ermunterung gewesen, das Thema Gewalt gegen Frauen noch einmal ganz besonders anzusprechen. Dazu wird Frau Giffey im Herbst auch einen Runden Tisch einrichten und fragen: Wie können wir noch besser unterstützen?

Die Beraterinnen hier machen einen hervorragenden Job. Das darf ich, glaube ich, nachdem wir gesprochen haben, sagen. Das ist ja zum Teil durchaus auch eine sehr belastende Arbeit. Da ist es wichtig, dass das Zusammenspiel funktioniert, dass Supervision da ist, dass Weiterbildungsmöglichkeiten vorhanden sind.

Ich habe den Eindruck bekommen, dass hier unglaublich motiviert gearbeitet wird, aber auch mit großer Ruhe und mit großer Nachdrücklichkeit. Deshalb ist das eine Facette der Menschlichkeit unserer Gesellschaft. Das Thema Gewalt gegen Frauen ist oft ein Tabuthema, von dem möglichst wenig öffentlich gesprochen wird, auch aus der Sicht der Frauen. Deshalb ist die Anonymität hier wichtig, deshalb ist die Tatsache wichtig, dass nichts nach draußen dringt, auch dass die Beraterinnen anonym bleiben können.

Insofern ist das eine ganz wichtige, hervorragende Einrichtung, die ich sehr gerne besucht habe. Allen, die mitarbeiten, möchte ich ein herzliches Dankeschön sagen. - Danke schön.

Mittwoch, 18. Juli 2018