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Pressestatement von Bundeskanzlerin Merkel anlässlich der Großen Fraktionsvorsitzendenkonferenz der CDU/CSU am 29. Mai

in Berlin

BK'IN DR. MERKEL: Meine Damen und Herren, ich gehe jährlich zu der Großen Fraktionsvorsitzendenkonferenz, um dort über die Schwerpunkte unserer Politik zu berichten. Es war eine angeregte Diskussion über die Fragen Europas, über die Fragen unseres wirtschaftlichen Aufschwungs und der guten Arbeitsmarktlage sowie naturgemäß auch über das Thema Energie.

Ich habe darüber berichtet, dass für uns ‑ darüber gab es auch große Übereinstimmung ‑ im Vordergrund steht, eine Energieversorgung sicherzustellen, die bezahlbare Energie, versorgungssichere Energie und natürlich auch umweltfreundliche Energie gleichermaßen ins Zentrum rückt. Das heißt, wer irgendwo aussteigen will, der muss auch nachweisen, wie der Umstieg erfolgt und wie wir einsteigen in eine zukunftsfähige, nachhaltige Energieversorgung. Das prägt den heutigen Tag ‑ nicht nur hier bei der Fraktionsvorsitzendenkonferenz, sondern auch in unseren Gesprächen in der Koalition.

Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind, dass aber auch sehr, sehr viele Fragen zu bedenken sind; denn die Menschen wollen natürlich nicht nur wissen „Wann steigen wir aus?“, sondern auch „Was kostet der Strom, wie geht das?“. Es wäre keine Alternative für uns, dass wir eines Tages feststellen müssen, dass wir Kernenergie aus anderen Ländern einführen und den Umstieg nicht richtig gestaltet haben. Ich bin aber optimistisch, dass wir das schaffen können.

Sonntag, 29. Mai 2011