Pressestatement von Bundeskanzlerin Merkel anl. Ihres Besuchs der Röntgen-Schule am 12. Mai 2015

Ich habe heute die Röntgen-Schule besucht und möchte mich als Erstes ganz herzlich für den Empfang bedanken.

Wir haben eine sehr spannende Europa-Diskussion geführt, die sehr viel stärker als bei anderen Gelegenheiten einmal aus der eigenen Perspektive der Schülerinnen und Schüler geführt wurde, nämlich über die Fragen: Was ist für mich Europa? Wo kann ich vielleicht studieren? Wie hilft mir Europa bei der Suche nach einem Arbeitsplatz?

Natürlich standen auch die Integrationsfragen ganz im Vordergrund. Worüber wir auch gesprochen haben, ist, dass vielleicht manchmal schon hier in Berlin von einem Stadtteil zum anderen die Welten sehr unterschiedlich und so vielfältig wie in ganz Europa sind. Deshalb haben wir sehr viel über den Austausch gesprochen und über die Möglichkeit, wie man vielleicht auch in anderen Stadtteilen Freunde bekommen kann, wie sich diejenigen mit Migrationshintergrund gegenüber den Deutschen fühlen, wie sich aber auch vielleicht die Deutschen gegenüber den vielen Kindern fühlen, die es hier mit Migrationshintergrund gibt. Die Frage muss man sich ja auch stellen. Ich glaube, wir waren uns einig, dass es vor allen Dingen auch um Begegnungen, um Kennenlernen, um Offenheit geht, dass man nicht, wenn ein Mädchen ein Kopftuch trägt, schon irgendwo Sorgen hat, sondern offen ist, dass man die Kultur besser kennenlernt.

Insofern war es für mich eine sehr interessante Diskussion. Ich wünsche allen Lehrern und allen Schülerinnen und Schülern hier viel Erfolg.

Herzlichen Dank!