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Mitschrift Pressekonferenz

Pressestatement der Bundeskanzlerin zur Übergabe des Jahresgutachtens 2009/10 und der Expertise 2009

Stenografische Mitschrift

Professor Franz: Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, der Sachverständigenrat überreicht Ihnen heute gleich zwei Bücher.

 

Es ist zum einen die Expertise, die seitens der Bundesregierung zum Thema „Deutschland im internationalen Konjunkturzusammenhang“ angefordert worden ist. Ein wichtiges Ergebnis ist, dass im internationalen Vergleich die Widerstandsfähigkeit Deutschlands gegenüber außenwirtschaftlichen Schocks zwar durchschnittlich ist, dass wir aber relativ lange Zeit benötigen, um wieder auf den ursprünglichen Wachstumspfad zurückzukommen. Wirtschaftspolitisch heißt das, dass die Anpassungsfähigkeit in Deutschland noch erhöht werden muss.

 

Das zweite Buch ist unser Hauptwerk, nämlich das Jahresgutachten 2009/10. Dort gehen wir insbesondere auf zwei herausragende Herausforderungen an die neue Bundesregierung ein. Das ist zum einen eine Exit-Strategie, die mit den Hinterlassenschaften der Wirtschafts- und Finanzkrise aufräumen soll. Zum anderen sollen Zukunftsinvestitionen verhindern, dass Deutschland dauerhaft auf einen niedrigen Wachstumspfad kommt.

 

Frau Bundeskanzlerin, ich darf Ihnen hiermit die beiden Bücher überreichen.

 

BK'in Merkel: Dankeschön! - Ich möchte mich zuerst bei Ihnen auch im Namen der ganzen Bundesregierung und insbesondere der betroffenen Ressorts, die heute hier anwesend sind, bedanken.

 

Wir schätzen Ihre Arbeit - Sie wissen das -, wenngleich wir immer in einem kritischen Dialog stehen. Ich möchte zu dem, was Sie in diesem Jahr unter der Überschrift „Die Zukunft nicht aufs Spiel setzen“ sagen, anmerken, dass wir uns in dem Ziel völlig einig sind. Wir wollen alles tun, damit Deutschland gestärkt aus der Krise hervorkommt. Es gibt eine Vielzahl von Übereinstimmungen, so insbesondere, was Ihre Vorschläge zu den Themen Bildung und Innovation anbelangt. Dann gibt es recht kritische Passagen, zu denen ich nur sagen möchte: Wir werden alles daran setzen, dass Ihre düsteren Prognosen nicht eintreten.

 

Professor Franz:: Dann wäre unser Ziel erreicht!

Freitag, 13. November 2009