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Mitschrift Pressekonferenz

Pressestatement der Bundeskanzlerin anlässlich des Gesprächs mit Angehörigen von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sowie Polizistinnen und Polizisten im Auslandseinsatz

in Berlin

Meine Damen und Herren, ich möchte die Gelegenheit nutzen, Sie hier ganz herzlich im Kanzleramt zu begrüßen.

Sie, das sind die Angehörigen von Soldatinnen und Soldaten, die im Einsatz sind. Wenn ich „Angehörige“ sage, dann fange ich einmal mit den Kindern an, kann zu den Ehefrauen gehen und dann mich weiter zu den Eltern vorarbeiten. Jetzt habe ich nur die Soldatinnen und Soldaten erwähnt, die auch durch den Parlamentarischen Staatssekretär, Herrn Schmidt, repräsentiert werden, aber ich begrüße natürlich auch den Innenminister, und der steht für die Angehörigen der Polizistinnen und Polizisten, die auch ihren Dienst im Ausland leisten.

Diese Einladung ist etwas ganz Besonderes, auch in meinem Terminkalender. Sie findet in einer Zeit statt, der Adventzeit, in der natürlich gerade das Thema Familie im Mittelpunkt aller Menschen steht und in der es für Sie sicherlich an vielen Abenden auch nicht ganz einfach ist zu sagen: Der Angehörige - der Vater, der Mann oder die Tochter - ist weg. Insofern wissen wir, dass nicht nur diejenigen, die im Einsatz sind, sondern auch diejenigen, die zuhause die Familie zusammenhalten, warten, mitdenken und mitfiebern, natürlich einen riesigen Beitrag dazu leisten, dass viele, viele Menschen in Deutschland in Sicherheit leben können und dass wir unsere Freiheit genießen können.

Weil das alles nicht selbstverständlich ist, wollen wir mit dieser Einladung wenigstens den Versuch unternehmen, deutlich zu machen: Wir wissen um die Schwierigkeiten, wir wissen aber auch darum, dass Sie auf Ihre Angehörigen, die diese Arbeit leisten, stolz sein können. Wir möchten Ihnen das durch diesen Tag heute hier ein bisschen deutlich machen, es Ihnen zeigen und gleichzeitig zeigen, wo wir arbeiten und wie wir arbeiten.

Dieses Gespräch, das wir gleich miteinander führen werden, hat noch einen anderen Grund: Sie können dabei natürlich auch darüber sprechen, was verbessert werden kann, was Sie bedrückt und was Sie nicht ausreichend gut finden. Wenn Sie ansonsten noch Fragen haben, können Sie die auch stellen. Also noch einmal ganz herzlich willkommen im Namen der ganzen Bundesregierung!

Ich darf den Bundesverteidigungsminister entschuldigen. Der sitzt zur Stunde - das war nicht voraussehbar - im Parlament und führt mit der Kollegin Kristina Schröder, der Jugendministerin, eine Regierungsbefragung durch; wir haben heute nämlich auch wichtige Entscheidungen zur Zukunft der Wehrpflicht und des Freiwilligendienstes gefällt. Insoweit hat er mich gebeten - ich war eben auch im Parlament, um über Europa zu diskutieren -, Ihnen die allerherzlichsten Grüße auszurichten. Noch einmal herzlich willkommen!

Ich komme jetzt zum Bild, und dann werden wir herunter gehen und uns ein bisschen unterhalten.  

Mittwoch, 15. Dezember 2010