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Neuer Schwung für den transatlantischen Wirtschaftsaustausch 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Absicht der Bundesregierung bekräftigt, die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen weiter auszubauen. Vor amerikanischen und deutschen Unternehmern warb sie in New York für den Investitionsstandort Deutschland. 

"Ich habe deutlich gemacht, dass Deutschland ein für Investitionen aus Amerika offenes Land ist", sagte Merkel. Deutschland brauche diese Investitionen und heiße sie willkommen.

Vor den Vertreterinnen und Vertretern der deutsch-amerikanischen Handelskammer und von Wirtschaftsverbänden beider Länder warb die Bundeskanzlerin für ihre Reformpolitik. Angefangen bei der Innovationsförderung über Bürokratieabbau und Haushaltskonsolidierung bis zur Reform der sozialen Sicherungssysteme.

Die neue Bundesregierung setze auf Investitionen in die Zukunft und habe sich dem Thema Forschung und Entwicklung verpflichtet, betonte sie. Denn nur Innovationen und technischer Fortschritt könnten den bestehenden Wohlstand sichern: Das gelte für Europa und die Vereinigten Staaten gleichermaßen.

Gemeinsame Herausforderungen, Interessen und Werte

"Wir stehen vor einer ganzen Reihe gemeinsamer Herausforderungen", sagte Merkel mit Blick auf die Globalisierung und die bevorstehende Verhandlungsrunde in der Welthandelsorganisation (WTO). Sie sprach sich für ein Bekenntnis zum freien Handel auch gegenüber den Entwicklungs- und Schwellenländern aus.

Erfolgversprechend für eine intensive Zusammenarbeit auf internationaler Ebene seien für Deutschland und Amerika nicht allein gleichgelagerte Interessen. "Unsere gemeinsame Wertebasis bildet eine gute Grundlage dafür, sich gemeinsam im Wettbewerb zu behaupten", betonte Merkel. Das gemeinsame Verständnis vom Menschen, von Freiheit und Demokratie eine Deutschland und Amerika.

Die Diskussionsveranstaltung in Manhattan stand unter der Überschrift "Challenges to the Transatlantic Economic Partnership" (Herausforderungen an die transatlantische Wirtschaftspartnerschaft). Unter den Teilnehmern waren unter anderen der frühere amerikanische Außenminister Henry Kissinger, der frühere US-Notenbank-Präsident Paul A. Volcker und Siemens-Vorstandschef Klaus Kleinfeld.

Die USA sind wichtigster Handelspartner Deutschlands außerhalb der EU. Deutschland ist für die USA der wichtigste Wirtschaftspartner in Europa. Der bilaterale Handelsverkehr hat 2005 erneut zugenommen: Die deutschen Exporte in die USA stiegen um 6,8 Prozent gegenüber 2004, die deutschen Importe aus den USA um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Mit 81 Milliarden Euro Direktinvestitionen sind die Vereinigten Staaten der wichtigste Auslandinvestor in Deutschland.

Donnerstag, 04. Mai 2006