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Netzausbau

Neue Stromtrasse für Windenergie

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit dem Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, in Schwerin eine neue überregionale Stromtrasse nach Hamburg eingeweiht. "Diese neue Leitung steht symbolisch für Vieles, was noch geschafft werden muss in unserem Land", so die Kanzlerin.

Angela Merkel und Boris Schucht mit einem übergroßen Leitungsstecker Erwin Sellering, Angela Merkel und Boris Schucht nehmen die Nordleitung symbolisch in Betrieb (v.l.) Foto: Bundesregierung/Bergmann

Die Nordleitung - die so genannte Windsammelschiene - ist sehr wichtig für die Versorgung des Großraums Hamburg. Sie trägt dazu bei, den Windstrom an Nord- und Ostsee besser auszubalancieren.

Seit 1995 ist es die vierte Verbindungsleitung zwischen den alten und neuen Bundesländern. Zum Gelingen der Energiewende müssten noch tausende Kilometer an neuen Stromleitungen gebaut werden. "Wer Ja sagt zu den Erneuerbaren Energien, muss auch Ja sagen zum Netzausbau", betonte Merkel.

Ein Mosaikstein der Energiewende

Im Umspannwerk Görries in Schwerin beginnt die 88 Kilometer lange 380-Kilovolt-Freileitung. Insgesamt 93 Millionen Euro kostete das Projekt des Netzbetreibers 50Hertz. Boris Schucht, Vorsitzender der Geschäftsführung von 50Hertz, verwies darauf, dass die neue Nordleitung ein weiterer Mosaikstein zur Umsetzung der Energiewende sei. Sie wird helfen, den im Norden aus Windenergie produzierten Strom dorthin zu leiten, wo er gebraucht wird. Gleichzeitig sei der weitere Ausbau des Übertragungsnetzes notwendig, insbesondere in Nord-Süd-Richtung.

Ausbau und Modernisierung der Stromnetze 

Einer der zentralen Punkte der Energiewende ist der Ausbau und die Modernisierung der Stromnetze. Die Bundesregierung hat hierzu wesentliche Gesetze auf den Weg gebracht:

  • das Energieleitungsausbaugesetz (ENLAG), das den Ausbau von neuen Stromleitungen regelt und

  • das Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG), welches die Genehmigungsverfahren – über das fortbestehende Energieleitungsausbaugesetz hinaus – beschleunigt.

  • Am 12. Dezember 2012 wurde im Kabinett der Gesetzentwurf für den Bundesbedarfsplan verabschiedet, der die Ausbauvorhaben im Übertragungsnetz der kommenden zehn Jahre festschreibt. 

Mit den Ländern hatte sich die Bundesregierung am 6. Dezember 2012 nochmals zum Netzausbau beraten. Dabei sind Bund und Länder übereingekommen, dass die Planfeststellung für die großen, länderübergreifenden Leitungsprojekte durch den Bund erfolgt.

Dienstag, 18. Dezember 2012