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Kulturförderung

Neue Räume für die Kulturstiftung des Bundes

Die Kulturstiftung des Bundes ist als Förderer und Ideengeber aus der deutschen Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken. In Halle hat die Stiftung nun ein eigenes Gebäude erhalten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Neubau eingeweiht.

Kulturstaatsminister Neumann (l.), Bundeskanzlerin Merkel (2.v.l.), Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff (2.v.r.) und Kulturstiftung-Chefin Völckers (r.) Halle, 30.10.12: Bundeskanzlerin Merkel und Kulturstaatsminister Neumann (links) bei der Einweihung des neuen Gebäudes für die Kulturstiftung des Bundes. Foto: picture alliance / dpa

Bisher war die Kulturstiftung an drei verschiedenen Standorten auf dem Gelände der "Franckeschen Stiftungen" in Halle untergebracht. Im Neubau können nun alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter einem Dach arbeiten.

Vielfalt gewünscht

In ihrer Rede unterstrich Merkel die kulturpolitische Bedeutung der Bundeskulturstiftung. Sie habe es in den zehn Jahren ihres Bestehen vermocht, die Vielfalt des aktuellen künstlerischen Schaffens auf breiter Basis zu fördern und zu unterstützen. Gleichzeitig habe sie mit eigenen Initiativprojekten und Modellprogrammen kulturpolitische Akzente gesetzt.

Sie bezeichnete die Stiftung als einen Katalysator für die weitere Entwicklung im Bereich der Kunst. "Die kulturelle Vielfalt Europas ist mindestens genauso groß wie die kulturelle Vielfalt Deutschlands", sagte Merkel. Kunst und Kultur seien auf Dialog ausgerichtet. "Das ist hier, in dieser Kulturstiftung des Bundes, auch täglich gelebte Realität", betonte die Bundeskanzlerin.

Klares Bekenntnis zum Kulturföderalismus

Den vor zehn Jahren getroffenen Beschluss, Halle an der Saale als Sitz der Kulturstiftung des Bundes auszuwählen, bezeichnete die Bundeskanzlerin als klares Bekenntnis des Bundes zum kooperativen Kulturföderalismus und zur besonderen Verantwortung gegenüber den neuen Ländern.

Mit dem Neubau, den die Kulturstiftung des Bundes zu ihrem zehnjährigen Jubiläum erhält, werde dieses Bekenntnis erneuert und bekräftigt.

Zeitgenössische Architektur mit neuester Technologie

Errichtet wurde das Gebäude nach Plänen des Münchner Architektenbüros Dannheimer & Joos. In seiner Gestaltung verbinde es die Ziele der Stiftung - die Initiierung und Förderung nationaler und internationaler innovativer Kulturprojekte - mit zeitgemäßer Baukultur und einer energieeffizienten, nachhaltigen Technologie, beschreibt die Stiftung selbst ihr neues Domizil.

Eine Darstellung, der Kulturstaatsminister Bernd Neumann in seinem Grußwort zustimmte. Er bezeichnete das Gebäude als eine gelungene "Verbindung von Tradition und Innovation – gepaart mit zeitgemäßer Baukultur."

Gekostet hat der Neubau rund 4,5 Millionen Euro. Der Bund hat davon rund 4 Millionen Euro übernommen.

Die Kulturstiftung des Bundes wurde am 21. März 2002 mit Sitz in Halle an der Saale gegründet. Die Förderung "innovative Programm und Projekte im internationalen Kontext" gehört laut Satzung zu den Kernaufgaben der Stiftung. Mit einem Jahresetat von 35 Millionen Euro hat sie rund 2.000 Projekte der Gegenwartskultur im Verlauf der vergangenen zehn Jahre gefördert. Darunter sind weltweit beachtete Kunstausstellungen wie die "documenta" oder die "Berlin Biennale", aber auch kleinere Festivals, Symposien und andere Veranstaltungen. Daneben hat die Kulturstiftung kontinuierlich eigene Programme und Schwerpunkte entwickelt, unter anderem auf dem Gebiet der Restaurierung und im Bereich der Kulturvermittlung, wie zum Beispiel das Projekt "Jedem Kind ein Instrument".

Dienstag, 30. Oktober 2012