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20 Jahre Helmholtz-Gemeinschaft

Motor unseres Wissenschaftssystems

Der Brückenschlag von Fragen unserer Zeit zur konkreten Anwendung zeichne die Helmholtz-Gemeinschaft aus, lobte Bundeskanzlerin Merkel in ihrer Rede auf der Festveranstaltung zum 20. Jubiläum. Sie betonte: Es ist wichtig, Erkenntnisse der Wissenschaft noch schneller in innovative Produkte zu übersetzen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht auf der Festveranstaltung anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Helmholtz-Gemeinschaft. Der Bund leiste einen großen Beitrag zur Nachwuchsförderung, so Merkel. Foto: Bundesregierung/Steins

Ein "Ort, an dem Erkenntnisse vorangetrieben werden", nannte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Helmholtz-Gemeinschaft: "Sie ist ein starker und unverzichtbarer Motor unseres Wissenschaftssystems und auch ein Garant der Leistungsfähigkeit und der Exzellenz."

Herausragende Forschung

Die Kanzlerin ging in ihrer Rede auf die Schwerpunkte ihrer Forschungspolitik ein. Forschungsthemen von herausragender Bedeutung sind für sie Energieversorgung, Mobilität, Klimaschutz und Gesundheit. Wichtig sei ihr die Kooperation der verschiedenen Akteure im Wissenschaftssystem. Erkenntnisse der Wissenschaft müssten noch schneller in innovative Produkte und Anwendungen überführt werden, wünschte sich die Kanzlerin.

Schließlich sei die Nachwuchsförderung von besonderer Bedeutung. Das gelte gleichermaßen für den Nachwuchs von deutschen Hochschulen wie für internationalen Spitzennachwuchs. Besonderes Augenmerk sei auf die Fächer Mathematik, Natur- und Ingenieurswissenschaften zu legen. Zudem sollten mehr junge Frauen für die Forschung begeistert werden. Mit der Übernahme der Bafög-Kosten, dem Hochschulpakt sowie den Qualitätspakten für Lehre an Hochschulen und für die Lehrerbildung leiste der Bund einen großen Beitrag für die Förderung des Nachwuchses.

In ihrer Rede bedankte sie sich bei dem scheidenden Präsidenten Professor Jürgen Mlynek. Er stand zehn Jahre an der Spitze der Helmholtz-Gemeinschaft. Professor Otmar Wiestler, dem neuen Präsidenten, wünschte sie "eine glückliche Hand, gutes Gelingen und viel Erfolg". Zur Gemeinschaft sagte sie abschließend: "Dieser Brückenschlag von den drängenden Fragen unserer Zeit bis hin zur konkreten spezifischen Anwendung zeichnet die Helmholtz-Gemeinschaft aus, und damit macht sie ihrem Namen alle Ehre."

Vor 20 Jahren schlossen sich Großforschungseinrichtungen, zur Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren zusammen. Ziel des Zusammenschlusses war eine gemeinsame strategische Ausrichtung der Forschung, entwickelt von einem Senat. Diese Strategie dient als Grundlage für Empfehlungen an die Politik zu Forschungszielen mit nationaler und globaler Bedeutung.

Die Helmholtz-Gemeinschaft umfasst 18 Großforschungszentren mit rund 38.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: 14.734 Wissenschaftler, 6.171 Doktoranden und 1.657 Auszubildende. Das Gesamtbudget beträgt 2015 knapp vier Milliarden Euro. Der Bund trägt 90 Prozent der Grundfinanzierung, die zwei Drittel des Budgets ausmachen.

Donnerstag, 25. Juni 2015