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Mittelstandsreise

Motor für den Mittelstand

Die Audi AG ist mittelständisch geprägt, längst aber kein mittelständisches Unternehmen mehr. Doch der erfolgreiche Autobauer gibt zahlreichen Mittelständlern hierzulande Arbeit. Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte zum 100-jährigen Jubiläum und machte sich ein Bild davon, wie sich ein Unternehmen für die Zeit nach der Krise aufstellt.

Angela Merkel im Kreise Auszubildender und mit Thomas Gottschalk Erfolgsfaktor Auszubildende: mit der Kanzlerin und Moderator Thomas Gottschalk Foto: REGIERUNGonline/Bergmann

Audi sei ein „gutes Stück deutsche Industriegeschichte“, befand die Bundeskanzlerin in Ingolstadt vor den Festgästen und einigen Tausend  live zugeschalteten „Audianern“. Aber eben auch ein modernes, das die Bedeutung von Innovationen für den Unternehmenserfolg früh erkannt habe. Gekommen im bundeseigenen Dienst-Audi, versicherte sie: „Ich gratuliere aus Überzeugung."


Dass der süddeutsche Automobilbauer heute zu den technologisch führenden Herstellern der Welt gehöre, habe viel mit Leidenschaft zu tun: Leidenschaft für Technik, zur Innovation und auch mit Akribie. „Das hat Audi stark gemacht“, sagte die Kanzlerin.


Aber nicht allein die Zukunft von Audi, sondern die des gesamten Industriestandorts hänge davon ab, ob es Deutschland gelinge, ein neugieriges, zu technologischen Innovationen fähiges Land zu bleiben. 

"In Krisen stecken Chancen"


Jetzt, zur Zeit des beispiellosen Abschwungs, würden die Karten weltwirtschaftlich neu gemischt, sagte Merkel. Deshalb gelte es, sich für die Zeit danach gut aufzustellen: „In welcher Verfassung unsere Unternehmen aus dieser Krise heraus kommen, wird darüber entscheiden, wie wir in den nächsten Jahrzehnten leben werden.“


Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien dafür unverzichtbar. Das verlängerte Kurzarbeitergeld des Konjunkturpakets solle helfen, dass Unternehmen sie in Zeiten mit weniger Arbeit nicht entlassen müssen. 

Bei Audi schien Merkel mit dieser Philosophie offene Türen einzurennen: Im Jubiläumsjahr gibt das Unternehmen 100 jungen Männern und Frauen zusätzlich einen Arbeitsplatz, berichtete Vorstandschef Rupert Stadler.

Exportartikel moderne Mobilität


Die Kanzlerin sieht die industrielle Welt derzeit an der Schwelle zur Entwicklung eines ganz neuen Autos. Neue Antriebstechnologien brächten für die deutschen Automobilbauer enorme Chancen mit sich, unterstrich sie. Die deutschen Unternehmen sein dafür gut gerüstet. Allerdings werde der internationale Wettbewerb nach der Krise eher noch härter werden. „Forschung und Innovationen müssen deshalb die Markenzeichen Deutschlands sein“, betonte Merkel. „Und wo sie es noch nicht oder nicht mehr sind, müssen sie es werden!“, rief sie den Managern und Ingenieuren zu.

Die Bundesregierung leistet ihren Beitrag dazu, dass Deutschland technologisch vorn bleibe: zum Beispiel, indem sie drei Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung leitet. Und nicht zuletzt mit der vor drei Jahren gestarteten Hightech-Strategie. Zu deren Schwerpunkten zählen neue Antriebs- und Speichertechnologien.


Nach der Krise werde sich die Welt verändert haben, da ist sich die Bundeskanzlerin sicher. Aber ebenso ist sie überzeugt: „Die Sehnsucht der Menschen nach individueller Mobilität wird bleiben.“


Audi war eine Station der Mittelstandsreise von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Vor Ort will sich die Bundeskanzlerin an verschiedenen Orten in Deutschland ein Bild von der Wirtschaftslage und der Situation der Beschäftigten machen. In persönlichen Gesprächen will sie einen unmittelbaren Eindruck vom Stand der Dinge bekommen: in großen und kleinen Unternehmen, in verschiedenen Branchen und in verschiedenen Regionen in Ost und West.

Dabei hat sich die Kanzlerin auch vorgenommen, die Anstrengungen der Unternehmen und der ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Krise zu würdigen. Mit Unterstützung aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung besetzen viele leistungsstarke Unternehmen nämlich auch in der Krise Wachstumsfelder – und sichern damit Arbeitsplätze.

Donnerstag, 16. Juli 2009