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Internationale Automobilausstellung

Mobilität der Zukunft beginnt heute

"Die Automobilindustrie ist die forschungsfreudigste Branche in Deutschland." Damit sei sie wichtiger Innovationstreiber, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Eröffnung der 65. Internationalen Automobilausstellung. Die Bundesregierung trete für eine Balance von Klimaschutzvorhaben und unternehmerischer Freiheit ein.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Rundgang auf der Internationalen Automobilausstellung 2013 Deutsche Automobilindustrie: Innovation durch Forschung Foto: Bundesregierung/Kugler

Die Innovationsthemen Elektromobilität und Vernetzung des Autos stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main.

Deutsche Hersteller und Zulieferer setzten immer wieder neu internationale Standards und Trends, so die Bundeskanzlerin. Europa sei aber nicht isoliert, sondern stehe im globalen Wettbewerb. Deshalb dürfe die EU den Herstellern keine größeren Lasten aufbürden als andere Kontinente in Bezug auf ihre eigene Industrie.

Elektroautos auf dem Vormarsch

"Das Ziel ist und bleibt: Wir wollen bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen bringen", betonte die Bundeskanzlerin. "Wir beobachten mit Freude, dass jetzt auch mehr und mehr marktfähige Modelle entstehen."

Allein deutsche Hersteller werden bis Ende kommenden Jahres 16 Serienmodelle mit elektrischem Antrieb auf den Markt bringen. "Ansporn und Ziel ist eine Mobilität, die noch leistungsfähiger, noch sicherer und auch noch umweltschonender wird", so die Bundeskanzlerin.

Bis zum 22. September zeigen insgesamt 1098 Aussteller aus 35 Ländern auf der IAA 2013 ihre Neuheiten. Hersteller und Zulieferer warten mit 159 Weltpremieren auf. Ab Samstag ist die Messe für Privatbesucher geöffnet.
Da man nie früh genug lernen kann, dürfen auf der IAA übrigens auch schon Kinder ans Steuer. In kleinen Elektroautos können sie ihren ersten Führerschein machen.

Online im Auto

Der zweite Innovationsschwerpunkt der IAA ist die Vernetzung des Autos. Sie wird in den kommenden Jahren große Veränderungen mit sich bringen: Das Auto wird zur mobilen Kommunikationsplattform.

Die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien mache es möglich, dass verschiedenste Informationsquellen im und um das Auto miteinander verknüpft werden, so die Bundeskanzlerin. "Das birgt, glaube ich, noch viele ungeahnte praktische Anwendungsmöglichkeiten. Die diesjährige IAA gibt uns einen Vorgeschmack darauf, dass das Autofahren sich verändern wird."

Autofahren wird sicherer

Die Kanzlerin nannte konkrete Beispiele: "Der nächste Parkplatz lässt sich in Zukunft leichter finden, der Verkehrsfluss effizienter steuern, die Verkehrssicherheit weiter erhöhen. Automatisierte Funktionen können die Fahrer in kritischen Situationen unterstützen."

Kurz: Vernetzung bringt für alle Verkehrsteilnehmer mehr Sicherheit – und für den Fahrer zusätzlich mehr Komfort.

Verbindung mit IT bringt enorme Marktchancen

"Deutschland verfügt traditionell über besondere Stärken in klassischen Industriezweigen. Diese Stärken mit den Chancen der IT-Industrie zu verbinden, bedeutet, gewohnte Standards ins Zeitalter der Digitalisierung zu übersetzen." Das bedeute neue Wachstumswege, sagte Merkel.

Die daraus entstehenden Marktchancen sind enorm: Der Verband der Automobilindustrie rechnet mit 36 Prozent Zuwachs pro Jahr. 2016 werden nach Angaben des Verbandes bereits 210 Millionen "Connected Cars" weltweit auf den Straßen unterwegs sein – viermal mehr als heute.

Die IAA ist die weltweit wichtigste Automobilmesse. Sie ist zudem weltweit die einzige Automesse, auf der nicht nur Hersteller, sondern die komplette Zulieferindustrie und damit die gesamte Wertschöpfungskette des Automobils vertreten ist. Ausgerichtet wird die IAA vom Verband der Automobilindustrie. Wegen des hohen Publikumsinteresses wurde sie Anfang der 90er Jahre in Personenkraftwagen und Nutzfahrzeuge unterteilt. Seitdem findet sie in ungeraden Jahren als IAA Pkw in Frankfurt, in geraden Jahren als IAA Nutzfahrzeuge in Hannover statt.

Donnerstag, 12. September 2013